Koalitionäre trotz Aufschwungs in ARD-Umfrage schwach wie nie

Berlin (Reuters) - Die Koalitionsparteien können von den erheblich verbesserten Wirtschaftserwartungen der Bevölkerung nicht profitieren und rangieren in einer ARD-Umfrage so schwach wie nie zuvor in der Erhebung.

Im neuen ARD-Deutschlandtrend vom Donnerstag liegen Union und SPD erstmals seit November 2006 wieder gleichauf mit je 31 Prozent. Rot-Grün hätte erstmals seit 2002 wieder eine Mehrheit. CDU und CSU verlieren in der Sonntagsfrage demnach zwei Punkte gegenüber dem Vormonat auf 31 Prozent, während sich die SPD um einen Punkt auf denselben Wert verbessern kann. Zudem wünschen sich 42 Prozent der Befragten eine SPD-geführte Bundesregierung. Nur 32 Prozent ziehen eine CDU/CSU-geführte Regierung vor.

Die Grünen verteidigen ihren Wert von 17 Prozent, während die FDP weiter mit exakt fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen müsste, würde am Sonntag gewählt. Die Linkspartei liegt in der Umfrage von Infratest dimap weiter bei zehn Prozent.

Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung in Deutschland bewerten die Befragten zumeist weiterhin positiv. 58 Prozent erklärten, es sei spürbar, dass es mit der Wirtschaft wieder bergauf gehe. Dieser Aussage nicht zustimmen wollten 38 Prozent. Die Hälfte aller Befragten stimmte zudem der Frage zu, dass die wirtschaftliche Lage sich in einem Jahr weiter verbessern werde. Nur 18 Prozent rechneten mit einer Verschlechterung.

MERKEL RUTSCHT AB - FDP-TRIO BILDET SCHLUSSLICHT

In der Frage nach der Politiker-Zufriedenheit rutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hinter zahlreiche ihrer Minister ab. Sie lag nur noch an siebter Stelle der Beliebtheit. Davor rangieren Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), Innenminister Thomas de Maiziere (CDU), Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und weiter als Spitzenreiter Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Der CSU-Politiker kann seinen deutlichen Vorsprung vor allen anderen Regierungsmitgliedern sogar noch leicht ausbauen. Am Ende der Zufriedenheits-Skala liegen die drei FDP-Ressortchefs Guido Westerwelle (Außen), Dirk Niebel (Entwicklung) und - an letzter Stelle - Philipp Rösler (Gesundheit).



Quelle: Reuters (6. August 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Cdu , Bundesregierung , Bundestag , Spd , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , Norbert , Fdp , Sabine , Angela Merkel , Elections , General News , Wirtschaft , Politics International Affairs And Law

Erschienen 6. August 2010 bei http://www.reuters.com.

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