Knastausbruch

Die Staatsanwaltschaften Braunschweig, Hildesheim und Göttingen ermitteln im Fall des "Rennelberg-Ausbruchs" im Juli 2005 gegen insgesamt 9 Personen. Damals hatten zwei Drogenhändler, die zufällig zusammen in einer Zelle saßen, Gitterstäbe durchsägt und waren über die Gefängnismauer geflüchtet. Später waren sie in Holland von Zielfahndern festgenommen worden. Dass die beiden Ausbrecher Fluchthelfer gehabt haben müssen, war von Beginn an klar. Das gekürzte Eisensägeblatt, mit dem die Gitterstäbe durchsägt worden waren, stammte nicht aus der Justizvollzugsanstalt Rennelberg, musste also von außerhalb hereingeschmuggelt worden sein. Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe gestern auf Anfrage: "Wir ermitteln gegen einen Rechtsanwalt wegen des Verdachts, dass er das Sägeblatt in seiner Aktentasche in die Justizvollzugsanstalt geschmuggelt hat." Die Anklageschrift gegen die beiden Ausbrecher wird derzeit bei der Staatsanwaltschaft vorbereitet. Ihnen wird vorgeworfen, sich zusammengerottet zu haben um gemeinsam auszubrechen und so den Tatbestand der Gefangenenmeuterei erfüllt worden. Außerdem wird den Ausbrechern Sachbeschädigung angelastet, da sie die Gitterstäbe des Gefängnisses kaputt gemacht haben. Quelle: Braunschweig…

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Themen: Holland , Rennelberg Braunschweig

Erschienen 3. Juni 2006 auf http://strafprozess.blogspot.com.

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