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Kleine Alltagssünden, die trotzdem strafbar sind

am 30.04.2006 von http://www.strafblog.de

Die RHEINISCHE POST listet in ihren heutigen Online-Nachrichten 40 kleine Alltagssünden auf, die als Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können, und teilt gleich auch mit, welche konkreten Rechtsfolgen drohen können. Das fängt beim Klauen von Handtüchern aus Hotels (5 bis 60 Tagessätze Geldstrafe) an und geht über das Umkleben von Preisschildern im Supermarkt (30 bis 50 Tagessätze), das Fälschen des Alters im Schülerausweis, Schwarzfahren in Bus und Bahn (20 bis 30 Tagessätze) bis hin zum Nichtentfernen von Hundehaufen (Verwarnungsgeld: 25 bis 80 Euro) oder dem unerlaubten Mitnehmen von Nachbars Tageszeitung (10 bis 20 Tagessätze). Bei den angegebenen Rechtsfolgen handelt es sich in der Regel nur um Anhaltspunkte, die je nach den Umständen des Einzelfalls und manchmal auch nach dem Guto des Gerichts unter- oder überschritten werden können. Oftmals erfolgen auch Verfahrenseinstellungen wegen Geringfügigkeit mit oder ohne (Geld-)Auflagen. Wer einschlägig vorbestraft ist, kann aber umgekehrt auch für Bagatelltaten im Gefängnis landen oder muss zum Beispiel mit einem Bewährungswiderruf wegen früherer Straftaten rechnen. Also Vorsicht bei den mitgeteilten Strafhöhen. Aber wie dem auch sei, unterhaltsam ist die Liste jedenfalls und vermittelt einen (absolut nicht vollständigen) Überblick über allerlei Unkorrektheiten, die bisweilen ohne großes Unrechtsbewusstsein begangen werden und bei denen man über mögliche Folgen nicht immer nachdenkt.

Wer sich dafür interessiert, mag´s nachlesen.

Autor: RA Rainer Pohlen

Kanzlei POHLEN + MEISTER

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