Kinderwunsch auf Eis gelegt – und lebendig geworden

Weltweit sollen 15 ähnliche Geburten bekannt sein, im Oktober 2010 kam erstmals in Deutschland ein Kind zur Welt, nachdem der Mutter Eierstockgewebe entnommen, eingefroren und wieder eingepflanzt worden war. 2003 war die zwischenzeitliche Mutter an einem Hodgkin-Lymphom erkrankt. Der bösartige Tumor des Lymphsystems erforderte mehrere Chemotherapien bei der damals 25-Jährigen. Um ihren Kinderwunsch nicht endgültig aufgeben zu müssen, wurde der Patienten 2005 im Wege einer Bauchspiegelung Eierstockgewebe entnommen, bevor sie wegen ihrer Tumorerkrankung erneut behandelt wurde. Nachdem dann mehr als fünf Jahre lang keine erneute Tumorerkrankung auftrag, tauten die Ärzte im Juni 2010 das Eierstockgewebe auf und verpflanzten es der Patientin in eine Bauchfelltasche im Beckenbereich. Drei Monate später setzte nach mehrjähriger Pause ihre Regelblutung wieder ein. Hormonell wurde der Eisprung induziert und nach mehrmaliger Stimulation war die Frau im Februar 2011 schwanger. Da das im Körper verbliebene Eierstockgewebe sich zurückgebildet hatte und funktionslos war, sei nach ärztlichen Angaben sicher, dass die Zeugung nur mit Hilfe des retransplantierten Eierstocks möglich gewesen sei.

Unbeantwortet ist bislang wissenschaftlich, wie groß die Gefahr ist, dass mit dem verpflanzten Gewebe Tumorzellen übertragen werden.

Quelle: Zeugung aus rückverpflanztem Eierstock gelungen – Nachwuchs aus dem Eis

Anmerkung: Man freut sich mit de…

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Erschienen 5. Januar 2012 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.

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