KG Berlin: Kunden abwerben und dessen Widerrufsrecht ignorieren ist wettbewerbswidrig

KG Berlin, Beschluss vom 26.06.2009, Az. 5 W 59/09 §§ 8, 3, 4 Nr. 10 UWG

Das KG Berlin hat entschieden, dass die Abwerbung von Kunden eines Mitbewerbers unter (zeitweiliger) Ignoranz von kundenseitig ausgeübten Widerrufsrechten wettbewerbswidrig ist. Das Gericht befasste sich mit dem Streit zweier Telefonanbieter. Die Antragsgegnerin hatte Kunden der Antragstellerin abgeworben und diesen Kunden telefonisch einen neuen Telefonanschluss vermittelt. Bevor jedoch eine Umstellung des Anschlusses in die Wege geleitet wurde, kam es vor, dass Kunden den neuen Vertrag gemäß Fernabsatzrecht widerriefen. Die Antragsgegnerin reagierte jedoch auf diesen Widerrufe nicht zeitnah, sondern nahm erst die Umschaltung des Anschlusses vor. Das Gericht beurteilte diese Vorgehensweise streng und sah darin nicht bloß eine belanglose Unachtsamkeit des Unternehmens. Es bewertete dieses Vorgehen vielmehr als “eine geschäftliche Handlung im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG n. F. und eine systematische Behin…

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Themen: Berlin , Telefon , Urteile & Beschlüsse , Widerruf , Vertrag , KG Berlin , Telefonanbieter , Telefonanschluss , Kammergericht , Abwerbung

Erschienen 17. August 2009 auf http://damm-legal.de.

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