KG Berlin: Abmahner darf auch mal in die Irre geführt werden

KG Berlin, Urteil vom 11.03.1983, Az. 5 U 537/82 §§ 683, 823 ff. BGB, § § 13 Abs. 3 UWG

Eine bemerkenswerte, wenn auch betagte Entscheidung des KG Berlin kommt zu dem Schluss, dass der zu Unrecht Abgemahnte, der zunächst den falschen Eindruck erweckt, er sei für den abgemahnten Wettbewerbsverstoß verantwortlich, und damit ein Gerichtsverfahren provoziert, mit den Kosten des Verfahrens nicht belastet werden darf. Im vorliegenden Fall hatte die Verfügungsbeklagte auf eine außergerichtliche Abmahnung rechtsanwaltlich geantwortet, eine Unterlassungserklärung verweigert und den Eindruck erweckt, sie sei für die streitgegenständliche Werbung verantwortlich gewesen. Erst im einstweiligen Verfügungsverfahren gab die Verfügungsbeklagte an, nicht sie, sondern ihre Vertriebsgesellschaft sei die tatsächlich Verantwortliche. Daraufhin zog der Kläger den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück und wurde mit den Kosten belastet. Was der Kläger dabei übersah: Hätte er die Klage nicht zurückgenommen und die Anpassung des Antrags verlangt, wären ihm die Kosten nicht auferlegt worden. Das Kammergericht war der Ansicht, dass auch derjenige Verletzer bzw. Störer sein kann, der Auftraggeber einer wettbewerbswidrigen Handlung ist. Nach Änderung bzw. Anpa…

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Themen: Berlin , Abmahnung , Kosten , Bgb , Verfügung , Urteile & Beschlüsse , Wettbewerbswidrig , Einstweilige , KG Berlin , Werbung , Kammergericht , Auftraggeber , Unrecht , Verfahrenskosten
Rechtsgebiet: Wettbewerbsrecht

Erschienen 23. März 2009 auf http://damm-legal.de.

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