kerngleicher Verstoß bei einem Verhalten auf einer anderen Internetseite?

Wird auf einen bestimmten Verstoß hin, eine strafbewehrte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abgegeben, so ist die dort versprochene Vertragsstrafe nicht nur dann verwirklicht ist, wenn genau dasselbe Verhalten wiederholt wird, sondern auch, wenn ein sogenannter kerngleicher Verstoß vorliegt. Als kerngleichen Verstoß bezeichnet man ein Verhalten, dass die zuvor verletzten Rechtsgüter in vergleichbarer charakteristische Weise tangieren. Nicht immer ist es einfach zu beurteilen, ob ein kerngleicher Verstoß vorliegt. Das hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab. Der nachfolgende Fall soll sich mit einem kerngleichen Verstoß beschäftigen.

1. Das Landgericht Hamburg hatte jetzt einen Fall zu entscheiden, bei dem der ursprünglich Beklagten durch eine einstweilige Verfügung verboten worden war, auf seiner Webseite für bestimmte wettbewerbswidrige Mobilfunkangebote zu bewerben. Im nachfolgenden warb die Beklagte allerdings mit der identischen Werbung auf einer anderen Internetseite. Dieser Sachverhalt kam der früheren Klägerin zur Kenntnis, die daraufhin ein Ordnungsmittelverfahren einleitete mit, dem Ziel, die Beklagte durch Verhängung eines solchen Ordnungsgeldes zur Einhaltung des Tenors der einstweiligen Verfügung anzuhalten.

2. Das Landgericht Hamburg hat mit Beschluss vom 16.0…

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Themen: Unterlassungserklärung , Vertragsstrafe , Verstoß , Vereinbarung , Landgericht Hamburg , Internetseite , Angaben
Rechtsgebiet: Wettbewerbsrecht

Erschienen 27. Februar 2011 auf http://www.blog-fuer-gewerblichen-rechtsschutz.de.

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