Kennen sie die Geschichte von…
am 08.11.2005 von Schmierzettel.NET
Wenn Rechtsanwälte aus dem Nähkästchen plaudern, hat man als Außenstehender immer das Gefühl, ab einem bestimmten Punkt werden urbane Legenden gepflegt. So auch bei unserem Einführungslehrgang zur Rechtsanwaltsstage, erzählt an drei aufeinander folgenden Tagen von drei verschiedenen Anwälten, konkret am Beispiel “Haftungsfalle Sozietät”.
Der Fall aus Sicht von Anwalt Nummer Eins:
Eine junge Kollegin hat die Zulassung bekommen. Da sie über wenig Sach- und Personalmittel verfügt, schließt sie sich mit einem eingesessenen Einzelanwalt zu einer Bürogemeinschaft zusammen. Bürogemeinschaft, das bedeutet die gemeinsame Nutzung eines Sach- und Personalpools, aber ansonsten hat man mit dem anderen Anwalt nichts weiter zu tun. Die Mandate laufen auch bei jedem Anwalt gesondert; anders bei der Sozietät, wo der Mandant grundsätzlich die gesamte Sozietät und nicht nur einen einzelnen Anwalt mit seinem Mandat beauftragt. Aus Werbegründen schlägt der alteingesessene Einzelanwalt der jungen Kollegin ein gemeinsames Briefpapier vor, worauf die Kollegin, um die Trennung zu verdeutlichen, jedoch auf den Zusatz “in Bürogemeinschaft” besteht. Es kommt, wie es kommen musste: der alteingesessene Anwalt setzt sich mit 3 Mio. Mandantengeldern im Ausland ab, und nach BGH-Entscheidung muss die junge Kollegin für diese Gelder haften, da der Zusatz “in Bürogemeinschaft” dem normalen Menschen auf der Straße nichts sagt und dieser davon ausgeht, wer zusammen auf einem Briefkopf erscheint, gehört zusammen und steht füreinander ein.
Auch Anwalt Nummer Zwei erzählte uns diese Geschichte, und kurz bevor es dann langweilig wurde, fügte dieser dann hinzu:
Ja, traurig, dass mit der Kollegin. Die Schulden …
Abgesagt
Jungle Out There / Ich muss noch für die Berufsschule lernen. Und außerdem meinte meine Kollegin schon am Freitag, dass man besser nichts mit einem aus der Kanzlei anfängt, wenn es nicht grade ein Anwalt ist. Da hätte man das große Los gezoge…
Feedback erbeten
Jungle Out There / Nachdem ich gestern das Bewerbergespräch geführt (zusammen mit anderen) hatte, musste ich mich heute zu der Bewerberin äußern. Ich kann sowas sehr schlecht und habe erstmal gesagt, dass ich da eigentlich eher keine Entscheidung t…
Geschäftsveräußerung im Ganzen
Blickpunkt Recht & Steuern / Die nichtumsatzsteuerbare Geschäftsveräußerung nach § 1 Abs. 1a UStG setzt nach einem jetzt veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs voraus, dass die übertragenen Vermögensgegenstände die Fortsetzung einer bis…
Lieferung von Gebäuden
Blickpunkt Recht & Steuern / Gemäß § 4 Nr. 9 Buchst. a UStG ist die Lieferung von Gebäuden oder Gebäudeteilen vor dem Erstbezug umsatzsteuerfrei. Beim Verkauf eines neu errichteten Gebäudes ist der über eine einfache “Grundausstattung”…
Feste Geschäftseinrichtung im Ausland
Blickpunkt Recht & Steuern / Einem selbständig Tätigen steht im anderen Vertragsstaat für die Ausübung seiner Tätigkeit gewöhnlich eine feste Einrichtung i.S. von Art. 13 DBA-Bulgarien, Art. 14 DBA-Kasachstan und Art. 15 DBA-Jugoslawien zur Verf&uum…
Reform der Bundesrechtsanwaltsordnung
Blickpunkt Recht & Steuern / Der Bundestag hat eine Novellierung der Bundesrechtsanwaltsordnung beschlossen. Für den Verbraucher bringt das neue Gesetz zwei wichtige Änderungen: So wird es zum einen künftig ein bei der Bundesrechtsanwaltskammer geführtes und…
