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Keine Unterschriftensammlungen der Polizei in Dienststellen

am 23.02.2007 von http://www.ra-blog.de

Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 06.02.2007 (1 BvR 978/05) entschieden, dass die Untersagung einer öffentlichen Unterschriftenaktion einer Polizeigewerkschaft verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist.

Die Polizeigewerkschaft hatte im Herbst 2000 in Nordrhein-Westfalen mit landesweit öffentlich in Polizeidienststellen ausgelegten Flugblättern auf mehr als 7 Millionen geleisteter Überstunden hingewiesen und Unterschriften für die Einstellung von 5.000 Polizeibediensteten gesammelt. Das Innenministerium des Landes untersagte das Auslegen der Listen in den Dienststellen. Die Gewerkschaft verlor vor den Arbeitsgerichten in allen Instanzen.

Die Verfassungsbeschwerde wegen Verletzung des Grundrechts der Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. 3 GG) hat das Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen.

Die Fachgerichte sind zu Recht davon ausgegangen, dass die staatliche Neutralität und das öffentliche Vertrauen in die Objektivität und gemeinwohlorientierte Ausführung der Amtsgeschäfte beeinträchtigt werden können, wenn sich eine Gewerkschaft den – hier sogar räumlich zu verstehenden – Bereich staatlicher Aufgabenerfüllung zur Durchsetzung …

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