Keine staatliche Einflussnahme der Deutschen Post AG durch „Einkauf Aktuell“
Wer kennt sie nicht, die gelben Blättchen die einem wöchentlich ins Haus flattern.
Die ist von „Einkauf Aktuell“, eine Werbesendung die von der
Deutschen Post AG verteilt wird.
Der BGH hat am 15. Dezember 2011 darüber entschieden (Az. I ZR 129/10), ob darin ein wettbewerbswidriges Vorgehen der Deutschen Post
AG zu sehen sei.
Dieser Ansicht war die Klägerin, welche der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter und Zeitungsverleger ist. Der Verband war der
Auffassung, dass mit dem redaktionellen Teil in diesen Blättchen (»Editorial«, »Titelstory«, »Gesundheit«, »Technik«, »Reisen«) gegen
das aus der Pressefreiheit abgeleitete Gebot der Staatsferne verstoßen würde, denn immerhin würde die im Bundes- und Landeseigentum
stehende Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als größte Einzelaktionärin 30,5 % der Anteile halten.
Der BGH versteht die Beklagte jedoch nicht als Adressatin dieses Verbots. Denn dies würde voraussetzen, dass die AG von der KfW als staatliche Einrichtung beherrscht
würde, was der BGH ablehnte. Dies stützte er darauf, dass in der Hauptversammlungen der AG in den vergangenen Jahren immer 67…
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