Noch 25 Love-Parade-Opfer in Krankenhäusern
Reuters | 30. Juli 2010 — Duisburg (Reuters) - Fast eine Woche nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg werden noch etwa zwei Dutzend der Opf…
Duisburg (Reuters) - Nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg erwarten die Ermittlungsbehörden keine rasche Aufklärung der Ursache.
"Das wird Wochen, wenn nicht Monate dauern", sagte Staatsanwalt Rolf Haferkamp am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Es müssten viele Zeugen befragt werden, die auch erst ausfindig gemacht werden müssten. "Wir werten auch Fotos und Videos aus." Zudem würden zahlreiche Unterlagen überprüft. Die Staatsanwaltschaft hatte am Sonntag das Sicherheitskonzept der Veranstalter und der Stadt beschlagnahmt.
Bei einer Massenpanik waren am Samstag auf der Techno-Party in der Ruhrgebietsstadt 19 Menschen getötet und 342 verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben Haferkamps gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Es gehe darum herauszufinden, ob Entscheidungen getroffen worden seien, die zu Todesopfern geführt hätten. Nach Behördenangaben liegen zwei Strafanzeigen vor.
Eine Sprecherin der Stadt Duisburg kündigte an, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Trauerfeier für die Opfer organisieren werde. Der Termin stehe aber noch nicht fest.
Zum Gedenken an die Opfer von Duisburg ordnete Bundesinnenminister Thomas de Maiziere ab sofort Trauerbeflaggung für die obersten Bundesbehörden und den ihr untergeordneten Stellen in Nordrhein-Westfalen an.
Erschienen 26. Juli 2010 bei http://www.reuters.com.
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