Keine Ordnungshaft gegen den Arbeitgeber bei Verstößen gegen das BetrVG

Führt der Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung nicht ordnungsgemäß durch, kann der Betriebsrat die Unterlassung vereinbarungswidriger Maßnahmen verlangen. Auf seinen Antrag kann das Arbeitsgericht im Falle einer Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro androhen. Die Verhängung von Ordnungshaft gegen den Arbeitgeber für den Fall, dass dieser das Ordnungsgeld nicht zahlt, ist dagegen unzulässig. Das hat der Erste Senat des Bundesabeitsgerichts am 5.10.2010 entschieden (1 ABR 71/09). Im Streitfall hatte die Arbeitgeberin gegen eine bei ihr geltende Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit verstoßen. Auf Antrag des Betriebsrats haben die Vorinstanzen ihr aufgegeben, es zu unterlassen, Mitarbeiter ohne Zustimmung des Betriebsrats aus der Zeiterfassung herauszunehmen. Für den Fall der Zuwiderhandlung wurde der Arbeitgeberin ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro angedroht und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden könne, Ordnungshaft, die an den beiden Geschäftsführern zu vollziehen sei. Auf die Rechtsbeschwerde der Arbeitgeberin hat das Bundesarbeitsgericht den…

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Themen: Ordnungsgeld , Unterlassungsanspruch , Zeiterfassung , Betrvg , Ordnungshaft

Erschienen 5. Oktober 2010 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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