Keine heiße Spur nach Messerattacke auf Passauer Polizeichef

Berlin (Reuters) - Drei Tage nach der Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl haben die Ermittler noch keine heiße Spur.

Schwerpunkt der Ermittlungen sei weiter die rechte Szene, örtlich und überörtlich, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walch dem Sender N24. Die rechtsextreme NPD forderte er zur Mithilfe bei der Aufklärung der Tat und zu einem klaren Bekenntnis gegen Gewalt auf. Die Partei hatte den Anschlag verurteilt, Mannichl aber zugleich Amtsmissbrauch und Skrupellosigkeit bei seinem scharfen Vorgehen gegen die rechtsextreme Szene vorgeworfen.

Mannichl war am Samstagabend vor seiner Haustür von einem Unbekannten niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Täter stieß nach Polizeiangaben rechtsextreme Drohungen aus. Der Angriff hatte eine neue Debatte über ein NPD-Verbot ausgelöst.

Die Sonderkommission der Passauer Polizei wurde unterdessen auf über 50 Beamte aufgestockt. Die Ermittler fahnden nach einem etwa 1,90 Meter großen, kräftigen Mann mit rundem Gesicht, Glatze sowie Leberfleck oder Tätowierung am Hals. Der Verdächtige soll bayerischen oder österreichischen Dialekt gesprochen haben. Daher wird auch in Österreich nach ihm gefahndet. Am Montag ließ die Staatsanwaltschaft zwei junge Männer aus der rechtsextremen Szene frei, nachdem sich der Tatverdacht gegen sie nicht bestätigt hatte.



Quelle: Reuters (16. Dezember 2008)

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Themen: Berlin , Npd , Messerattacke Auf Passauer Polizeichef Alois Mannichl

Erschienen 16. Dezember 2008 bei http://www.reuters.com.

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