Bahn-Tarifgespräche vertagt
Reuters | 23. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - Die Tarifgespräche bei der der Deutschen Bahn sind vertagt worden. Die Tarifpartner hätten eine weitere …
Frankfurt (Reuters) - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn zeichnet sich auch nach Beginn der zweiten Verhandlungsrunde keine rasche Einigung ab.
Die Bahn hatte zwar ein neues Angebot mit besseren Arbeitsbedingungen für die knapp 150.000 Beschäftigten vorgelegt. Dieses stieß bei den Gewerkschaften am Donnerstag jedoch auf wenig Gegenliebe, zumal das Unternehmen weiter bei der angebotenen Lohnerhöhung von einem Prozent blieb. Der Chef der größten Bahn-Gewerkschaft Transnet, Alexander Kirchner, sprach von einer "schwierigen Ausgangssituation". Über mögliche Warnstreiks will die Gewerkschaft am Freitag entscheiden.
Auch die konkurrierende Lokführergewerkschaft GDL bezeichnete das Angebot der Bahn als unzureichend. "Wenn Sie das sehen, dann wissen Sie nicht, was sich verändert hat", sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Dennoch zeigte er sich offen für eine Verständigung. "Wir sind bereit, unsere prozentuale Forderung in den Verhandlungen einem Kompromiss zuzuführen." Die GDL fordert für die rund 12.000 Lokführer eine Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent.
Um voranzukommen, müsse sich der Arbeitgeber nun deutlich auf die Gewerkschaft zu bewegen, sagte Weselsky. Sollte dies nicht der Fall sein, "dann wird uns nichts anderes übrigbleiben, als mit unseren Mitgliedern in die Vorbereitungen für einen Arbeitskampf zu gehen", sagte Weselsky. Die Gewerkschaft will jedoch frühestens Anfang Februar mit dem Auslaufen der Friedenspflicht zu Streiks aufrufen.
Eine deutlich höheres Gehaltsplus als die Lokführer hat sich die Tarifgemeinschaft aus Transnet und der kleineren GDBA zum Ziel gesetzt. Sie will für ihre Mitglieder eine Lohnerhöhung von zehn Prozent und bessere Arbeitsbedingungen erstreiten. Das Angebot der Bahn bedeute jedoch teilweise eine Verschlechterung im Vergleich zu den derzeitigen Arbeitszeiten der Beschäftigten, sagte Kirchner.
Um den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen, haben Transnet und GDBA ihre Tarifkommissionen bereits für Freitag zu einer Sitzung geladen. "Je nachdem mit welchem Ergebnis wir heute aus den Verhandlungen rauskommen, wird die Tarifkommission entscheiden, ob wir möglicherweise Aktionen, Warnstreiks machen müssen", sagte Kirchner. Diese könnten noch im Januar stattfinden, sagte GDBA-Vizechef Heinz Fuhrmann.
Die Bahn verhandelt mit beiden Tarifparteien parallel, aber in getrennten Räumen.
Erschienen 22. Januar 2009 bei http://www.reuters.com.
Reuters | 23. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - Die Tarifgespräche bei der der Deutschen Bahn sind vertagt worden. Die Tarifpartner hätten eine weitere …
Reuters | 23. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - Die Gewerkschaft Transnet droht der Deutschen Bahn mit Streiks. "Wenn die Bahn nicht in den nächsten Ve…
Reuters | 30. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist keine Annäherung in Sicht. Die Gewerkschaften wiesen ein ne…
Reuters | 31. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - In den festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist nach einem neuen Angebot des Unternehmens …
Reuters | 30. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - In Frankfurt hat am Freitag die vierte Runde der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn begonnen. Da…
Reuters | 1. Februar 2009 — Frankfurt (Reuters) - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn gibt es eine Einigung. Bahn und Gewerkschaften hätten sich für …
Reuters | 30. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - Die Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA haben der Deutschen Bahn im laufenden Tarifkonflikt eine Frist …
Reuters | 27. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - Bahnreisende in Deutschland müssen sich am Donnerstag auf Behinderungen einstellen. Die größte Bahngewe…
Reuters | 1. Dezember 2008 — Berlin (Reuters) - Die größte Gewerkschaft Transnet geht mit der Forderung nach zehn Prozent mehr Lohn in die anstehende Tarifr…
Reuters | 23. Januar 2009 — Frankfurt (Reuters) - In den Tarifkonflikten bei Lufthansa und der Deutschen Bahn stehen die Zeichen auf Streik. Reisende in …