Serie: Die rechtsmissbräuchliche Abmahnung. Folge 2
IT-Prozessrecht | 30. Juni 2010 — Missbrächliche Mehrfachverfolgung – OLG München, Urteil vom 17.01.2008, Az.: 6 U 1880/07 Das OLG München hatte sich…
Der BGH hat in einem neueren Urteil eine wichtige Rechtsfrage im Zusammenhang mit den beliebten sog. Schubladenverfügungen erstmalig geklärt(BGH, Urteil v. 07.10.2009 – I ZR 216/07).
Unter einer Schubladenverfügung verstehen Fachjuristen im gewerblichen Rechtsschutz, insbesondere im Wettbewerbsrecht, eine einstweilige Verfügung, die erwirkt wird, bevor überhaupt eine Abmahnung ausgesprochen worden ist. Das ist möglich, weil die Abmahnung keine Voraussetzung für ein gerichtliches Vorgehen gegen einen Wettbewerbsverletzer ist. Es ergeben sich für den Unterlassungsgläubiger, also denjenigen, der gegen einen Wettbewerbsverletzer vorgeht, lediglich Nachteile in der Kostenfolge. Beliebt ist diese Variante, in Konstellationen, in denen ein Wettbewerber zu einem exakt definierten Zeitpunkt mit dem Unterlassungsanspruch konfrontiert werden soll, etwa im Zusammenhang mit einer Messe.
Nachdem die einstweilige Verfügung also erwirkt worden ist, was in der Regel ohne Wissen des Gegners erfolgt, wird diese dem Gegner zunächst nicht zugestellt. Dieser wird stattdessen jetzt mit kurzer Fristsetzung abgemahnt. Unterwirft der Gegner sich, bleibt die Verfügung in der Schublade, mit der Folge, daß der Angreifer die Gerichtskosten und die Kosten des eigenen Rechtsanwaltes selbst tragen muß. Unterwirft der Gegner sich nicht, wird die Verfügung aus der Schublade geholt und schleunigst zugestellt.
Der BGH hatte nun die in der Rechtswissenschaft kontrovers diskutierte Frage zu entscheiden, ob für die, gewissermaßen verspätete, Abmahnung Kosten durch den Abgemahnten zu erstatten sind und hat diese Frage unter allen denkbaren rechtlichen Gesichtspunkten verneint. Praktisch relevant ist diese Entscheidung allerdings wohl nur dann, wenn ke…
» Vollständiger ArtikelErschienen 14. Januar 2010 auf http://sewoma.de/berlinblawg.
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LBR-Blog | 16. März 2010 — Der BGH hat mit Urteil vom 07.10.2009, I ZR 216/07, entschieden, dass es für eine Abmahnung, die erst nach Erlass einer Verbo…
Bösel, Kohwagner & Kollegen | 18. Januar 2010 — Nach einem Urteil des für Wettbewerbsrecht zuständigen I. Zivilsenat (Urteil vom 7. Oktober 2009 – Az.: I ZR 216/07) besteht in…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 15. Januar 2010 — BGH, Urteil vom 07.10.2009, Az. I ZR 216/07 §§ 12 Abs. 1 UWG; 667; 677; 683 S. 1 BGB Im Falle einer sog. “Schubladenverfügu…
Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 31. Januar 2010 — BGH Urteil vom 15.12.2009 VI ZR 227/08 GG Artt. 1 Abs. 1; 2 Abs. 1; 5 Abs. 1; BGB § 823 Abs. 1 Ah; 1004 Abs. 1 Satz 2 Leitsatz de…
Internet-Law | 17. Dezember 2009 — Wie verschiedene Medien berichten, hat Senator Film gegen den Sharehoster RapidShare eine einstweilige Verfügung beim Landgericht …
Rechtslupe | 19. Juni 2009 — Der Deutsche Bundestag hat gestern eine gesetzliche Regelung zur Wirksamkeit und Reichweite von Patientenverfü…
Andere Ansicht | 21. Juli 2008 — Sie kommt unweigerlich, jetzt ist sie da: Die erste verlorene Sache. In der Sache, die ich seit Januar betreut habe, hat das …
Weblawg.de | 19. Juni 2009 — "... Der Deutsche Bundestag hat ... (am 18. Juni 2009) ... in 3. Lesung den Vorschlag des Abgeordneten Stünker für eine …
CLLB - Rechtsanwälte | 23. November 2005 — Der Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Kassel dürfte für den Deutschen Vermögensfonds weitreichende Konsequenze…