Kazaa-Nutzerin Jammie Thomas möglicherweise zu Unrecht zu 222.000 Dollar Schadensersatz verurteilt

Im Oktober 2007 war die Kazaa-Nutzerin Jammie Thomas in den USA für schuldig befunden worden, Dritten 24 urheberrechtlich geschützte Musikwerke per Kazaa übermittelt zu haben und zu insgesamt 222.000 Dollar Schadensersatz verurteilt worden. Dies ergibt einen Schadensersatz pro Lied in Höhe von 9250 Dollar.

Nun räumte US Richter Michael J. Davis ein, dass es in dem Verfahren, das seither dem US Interessenverband RIAA als Präzedenzfall dient, zu Fehlern gekommen ist. Die Geschworenen seien falsch instruiert worden. In der Geschworenenbelehrung Nummer 15 (die Geschworenenbelehrung finden Sie hier) heißt es, es sei für eine Rechtsverletzung ausreichend, dass Dateien in einem Peer to Peer Netzwerk bereitstünden, unabhängig davon, ob sie tatsächlich jemand heruntergeladen habe. Anders als nach Deutschem Recht, wo eine öffentliche Zugänglichmachung ausreicht (§ 19a UrhG), ist nach amerikanischem Recht aber die Weitergabe an Dritte erforderlich. Dieser Beweis ist nur schwer zu erbringen, da das Weiterleiten an die Fahnder der RIAA kein Wei…

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Themen: International , Abmahnung , Entscheidungen , Schuldig , Riaa , Kazaa

Erschienen 11. August 2008 auf http://www.ip-notiz.de.

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Michael J. Davis - Wikipedia, the free encyclopedia
Recording Industry Association of America - Wikipedia, the free encyclopedia