Software-Besprechung: Normfall
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 2. November 2009 — Bei dem Produkt “Normfall” handelt es sich im Prinzip um eine Datenbank. Das besondere ist hierbei auch nicht die Datenbank als…
Ich habe mir eine kostenlose Testversion von “KanzleiPlus” kopiert und einen Blick hinein geworfen. Fakt ist: Die Suche nach einer (für eine kleinere Kanzlei geeigneten) Kanzleisoftware existiert hier schon länger. Ich habe bis heute einige Produkte getestet - und auch wenn Kanzleiplus ein schönes Produkt ist: Es überzeugt ebenfalls nicht.
Update: Schon seit längerem ist die Version 3.3 angekündigt, leider aber bisher noch nicht erschienen. Es wird sodann eine Folge-Besprechung geben.
Zuerst Mal: Es ist das erste Produkt, dass mir ein paar Zeilen wert ist - und das heisst schonmal was. Die mir bisher bekannten Produkte waren entweder optisch gar nicht ansprechend bzw. im Bereich Usability unbrauchbar (wenn man auch nicht-technik-versierte angestellte einarbeiten muss ein wesentlicher Punkt, gerade beim täglichen Arbeiten) oder schlicht und ergreifend überdimensioniert (bestes Beispiel ist das aufgeblasene Annotext) - oder einfach beides zugleich. Hinzu kommt der Dritte Aspekt, dass nämlich manch einer glaubt, eine schlechte Software sei Gold wert, nur weil Anwälte angeblich viel Geld für sowas ausgeben - weit gefehlt, jedenfalls bei mir.
KanzleiPlus überrascht direkt nach dem Starten mit einer intuitiven und schnell zu verstehenden Oberfläche: Man findet sich sofort zurecht, das Anlegen von Akten geht schnell, das Einbinden externer Dokumente ist angenehm durchdacht. In der Bedienung findet hier jeder einen guten Einstieg und jedenfalls für kleine Kanzleien ist es ein Produkt mit idealem Umfang.
Aber: In der täglichen Arbeit sehe ich Probleme. Beispiel Wiedervorlagen - man kann Akten anlegen und zu jeder Akte z.B. Wiedervorlagen hinzufügen. Wenn man das Problem startet gibt es aber keine “Startseite” o.ä. auf der direkt alle anstehenden Wiedervorlagen aufgezeigt werden. Zwar gibt es einen Kalender, der ist aber relativ klein, bei normalen Aktenbezeichnungen ist das unbrauchbar. Zwar sieht man die Wiedervorlagen in einem sehr angenehmen Startbildschirm in jeder Akte - wer aber mehr als 5 Akten hat, der kann sich den Luxus schlecht leisten, durch alle Akten durch zu klicken.
Nebenbei sollen Angestellte nicht “rumklicken”, sondern relevante Informationen direkt finden. Und eine Software soll den Schreibtisch ja gerade entlasten und nicht dazu führen, dass man jetzt mehr Zeit am Rechner verbringt.
Die Verwaltung in den Akten ist sehr angenehm: Termine, Kontaktdaten, Historie, Dokumente - alles kann vorbildlich verwaltet werden. Die fehlende ToDo-Liste ist dann aber doch störend.
Gut ist auch die Exportfunktion, mit der man Aktenübersichten und Termine exportieren kann (in Word-Dateien und Excel-Dateien), was in der letztlich doch papiergebundenen Organisation äußerst hilfreich ist, hier wird eine wichtige Brücke geschlagen.
Das Fazit bis hierhin: Sehr schöne Software, mit viel Potential - aber man wird dann doch im Al…
» Vollständiger ArtikelErschienen 2. November 2009 auf http://www.ferner-alsdorf.de.
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