Kanzlei macht Telekom Vorschläge gegen Datenmissbrauch
am 30.08.2008 von http://www.reuters.com
Köln (Reuters) - In der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom hat eine beauftragte Kanzlei Vorstand und Aufsichtsrat Vorschläge für eine bessere Organisation des Sicherheitsbereichs unterbreitet.
Der Vorstand werde nun darüber beraten, teilte die Telekom am Freitag mit. Der Bericht ist keinesfalls als Abschluss der konzernweiten Bemühungen um Aufarbeitung zu verstehen, kommentierte Telekom-Chef Rene Obermann. Er wird dabei helfen, zu entscheiden, welche weiteren konkreten Maßnahmen im Unternehmen noch zu ergreifen sind. Wir werden es nicht bei Papier belassen.
Die Kanzlei Oppenhoff & Partner war im Mai von Vorstand und Aufsichtsrat mit der Prüfung der Vorwürfe missbräuchlicher Datennutzung beauftragt worden. Zwar genügte die Organisation des Sicherheitsbereiches im untersuchten Zeitraum bis Ende 2006 durchschnittlichen Anforderungen, wies aber deutlich zu wenig Schutzmechanismen gegen regelwidriges Verhalten von Mitarbeitern auf, erläuterte Michael Oppenhoff, Partner der Kanzlei. Auch wenn sich die Organisation des Sicherheitsbereichs seit Ende 2006 unter dem neuen Vorstand verbessert habe, gebe es noch weiteres Potenzial.
Die Telekom hatte eingeräumt, dass zwischen 2005 und 2006 mindestens ein Jahr lang Telefondaten ausspioniert wurden. Dem Vernehmen nach ging es hauptsächlich um Kontakte von Aufsichtsräten zu Journalisten. Ziel soll es gewesen sein, die Veröffentlichung vertraulicher Informationen zu unterbinden. Wer den Auftrag zur Bespitzelung gab und welches Ausmaß sie hatte, ist bisher nicht bekannt. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt, unter anderem …
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