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Kampf der „Minderheiten“ bei VW

am 25.03.2008 von Unternehmensrechtliche Notizen

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Unter der Minderheit stellt man sich normalerweise eine Beteiligung im eher einstelligen Prozentbereich vor. Überspringt sie die 5%-Hürde, dann kann es eine “Einberufung auf Verlangen einer Minderheit” (amtliche Überschrift des § 122 AktG) und eine Ergänzung der Tagesordnung geben. Diese Norm nützen zurzeit die beiden Großaktionäre der VW-AG für ihre unterschiedlichen Vorstellungen über eine Satzungsklausel: siehe den elektronischen Bundesanzeiger vom 20.3.2008.
§ 26 der Satzung der VW-AG legt (ebenso wie § 4 Abs. 3 VW-Gesetz) fest, dass eine “Mehrheit von mehr als vier Fünftel” für Satzungsänderungen etc. erforderlich. Die Porsche Holding SE will die Klausel streichen, die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH (Land Niedersachsen) will sie beibehalten. Dies ist freilich ein Nebenkriegsschauplatz, denn entscheidend wird das (neue) VW-Gesetz. Wie sind insoweit der die Sätze des EuGH zu interpretieren (Rn. 50, 51, 56)?
“§ 4 Abs. 3 VW-Gesetz stellt damit ein Instrument bereit, das den öffentlichen Akteuren ermöglicht, sich mit einer geringeren Investition als nach dem allgemeinen Gesellschaftsrecht erforderlich eine Sperrminorität vorzubehalten, mittels deren sie wichtige Entscheidungen blockieren können. Indem § 2 Abs. 1 VW-Gesetz das Stimmrecht auf ebenfalls 20 % begrenzt, vervollständigt er einen rechtlichen Rahmen, der diesen öffentlichen Akteuren die Möglichkeit …

VW-Gesetz reloaded

Unternehmensrechtliche Notizen / Das BMJ teilt mit, dass das VW-Gesetz nicht aufgehoben, sondern “so weit wie möglich erhalten” bleiben soll. “Die Regelungen, die nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem EuGH waren, sollen nicht geändert werden. Das gilt insbesond…

VW-Gesetz fällt, Porsche tatsächlich > 30%: Pflichtangebot?

Unternehmensrechtliche Notizen / Der EuGH hat heute erwartungsgemäß festgestellt, dass das VW-Gesetz gegen die Freiheit des Kapitalverkehrs (Art. 56 EG) verstößt. Spätestens nach Aufhebung des Gesetzes kann und will Porsche wirklich die vollen (> 30%) der Stimmrechte ausü…

VW-Gesetz nach Ansicht des Generalanwalts europarechtswidrig

Verschmelzungsbericht / Nach Ansicht des Generalanwalts beim EuGH Ruiz-Jarabo verstößt das VW-Gesetz gegen Grundfreiheiten des EG-Vertrags. Betroffen sind die Sonderrechte zugunsten der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Niedersachsen. Im Einzelnen geht es um geset…

EuGH-Generalanwalts: VW-Gesetz verstößt gegen das Gemeinschaftsrecht

www.unternehmensjurist.de / ... Das VW-Gesetz, das die Bundesregierung und das Land Niedersachsen berechtigt, insgesamt vier der zehn Aufsichtsratsmitglieder zu stellen, und eine Beschränkung des Stimmrechts auf höchstens 20 Prozent des Stammkapitals vorsieht, verstößt nach…

EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Volkswagengesetz

mindermeinung.de / Die Europäische Kommission hat beschlossen, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland gemäß Art. 227 des EG-Vertrages (EGV) einzuleiten.Die Hüterin der Verträge hält das VW-Gesetz (Gesetz über…

Erhält der Betriebsrat eine neue Klagebefugnis?

37sechsBlog / Oh, oh, das dürfte aber die NeoCons und Neo-Liberalen erheitern. Was haben sie in den Wahlkämpfen zur Zeit von Rot-Grün gegen das geplante “Anti-Diskriminierungs-Gesetz” gewettert? Der Untergang des Abendlandes war wohl das Mindeste,…

EuGH kippt Volkswagengesetz

Kleinblog | David Klein / Der EuGH hat heute das sogenannte Volkswagengesetz (Gesetz über die Überführung der Anteilsrechte an der Volkswagenwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung in private Hand) aus dem Jahr 1960 für rechtswidrig erklärt. B…

VW-Gesetz mit kaltem Schauer

Strafprozesse und andere Ungereimtheiten / Je näher die Übernahme von VW durch Porsche rückt, desto schriller wird der Streit um ein neues VW-Gesetz.Das Bundesjustizministerium will das Gesetz erneuern. Arbeitnehmerseite und Landesregierung sollen weiterhin wichtige Beschlüsse in VW-Aufsi…

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Prof. Dr. Ulrich Noack

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