Kaffeesatzlesen als Umwertung aller Wert(papier)e

Der Rorschachtest ist ein Formdeuteverfahren, das zur Psychodiagnostik eingesetzt wird. Dabei müssen Probanden aus Tintenklecksen Gestalten herauslesen, was dann einen Rückschluss auf die Persönlichkeitsstruktur gestatten soll. Auf welche Psychostruktur kann nun geschlossen werden bei den Gestalten, die Börsenanalysen aus der sich aus dem durchschnittlichen An- und Verkauf von Aktien ergebenden Kurve herauslesen?

Neulich stand im Wall Street Journal, dass der Verlauf des Dow Jones eine Head and Shoulder-Formation bilde und man nun (wegen der Ähnlichkeit zur menschlichen Gestalt) damit rechnen müsse, dass es ganz nach unten gehe mit den Kursen. Ich bin nun alles andere als ein Wirtschaftsexperte, aber es macht mir schon Angst, dass vielleicht Firmen (und Staaten) pleitegehen und massive Vermögensverschiebungen stattfinden wegen der Psychostruktur bzw. Phantasie einzelner einflussreicher Börsenanalysten. Oder ist das nichts als ein massiver Betrug, eine Art Wirtschaftsterrorismus? Das Thomas-Theorem profitabel gemacht?

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Themen: Boston , Aktien , Arbeitsplatz , Kampagne , Wall Street Journal , Wall Street , Kugelschreiber , Big Picture , Thomas Theorem , Wirtschaft , Wirtschaftskriminalität , Wirtschaftskrise , Börse

Erschienen 11. August 2011 auf http://criminologia.de.

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