Justizministerin war gewarnt

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) erschien im eleganten schwarzen Jackenkleid. Mit Spannung war ihre Aussage im Düsseldorfer Untersuchungsausschuss zum Foltermord im Siegburger Gefängnis erwartet worden. Nach 18 Verhandlungstagen sagte sie als Letzte von 31 Zeugen aus. Auch gestern mühten sich die Abgeordneten aufzuhellen, ob „Mängel oder Missstände“ die schreckliche Tat an dem 21-jährigen Häftling Hermann H. durch drei Zellengenossen im November 2006 befördert haben. Die Befragung ergab überraschend, dass die Ministerin wenige Monate vor dem Mord intern auf die „Gefahrenzone“ hingewiesen worden war, die allgemein bei der Belegung von Drei- und Viererzellen im Gefängnis entstehe. (...) Stotko: „Sie kannten die »Gefahrenzonen«. War dies nicht Anlass, etwas zu ändern?“ Die Ministerin verwies auf geplante Baumaßna…

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Erschienen 10. März 2008 auf http://strafverteidiger-feltus.blogspot.com.

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