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Justiz 2.0? Vollautomatische Gerichtsurteile in China

am 18.11.2006 von http://www.jurabilis.de

Es ist ja allgemein bekannt, dass die Führung in Peking dem Internet nicht ganz so aufgeschlossen gegenübersteht. Das bedeutet allerdings nicht, dass in Peking eine Ansammlung von Ewiggestrigen regiert, die sich moderner Computertechnologie vollkommen verschließen, wie Harald Mass vom Tagesspiegel zu berichten weiß. Ganz im Gegenteil: In China beurteilt ein Computerprogramm Straftaten – und fällt vollautomatisch Gerichtsurteile. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Auf dem Bildschirm leuchtet ein roter Balken, darunter eine Liste mit Straftaten. „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“, „Schädigung der sozialistischen Marktwirtschaft“, „Pflichtverletzung im Amt“. Qin Ye, Chef der Softwarefirma Boya-Yingjie, bewegt den Cursor über den Monitor. „Nehmen wir an, ein 20-jähriger Wanderarbeiter hat eine Frau vergewaltigt“, sagt er. Dann tippt er die Angaben in die Tastatur, fünf Minuten später erscheint auf dem Bildschirm das Ergebnis: sechs Jahre und ein Monat Gefängnis. „Je nach den Umständen können die Richter ein halbes Jahr mehr oder weniger geben“, erklärt Qin.

Das Computerprogramm, das Qin in einem klimatisierten Konferenzzimmer im Pekinger Haidian-Bezirk vorführt, trägt den Namen „Strafmessprogramm für die 100 häufigsten Straftaten“. Seit Anfang des Jahres entscheidet es im Bezirksgericht Zichuan in der Provinz Shandong über die Strafen, mit denen Kriminelle bestraft werden. Mord, Vergewaltigung, Diebstahl – mehr als 1000 Fälle hat das Programm bereits abgeurteilt. Zuvor wurde es drei Jahre getestet. „Es gab keine einzige Beschwerde“, schwärmt Qin, dessen Firma die Software entwickelt hat und nun landesweit vertreiben will. Mehrere Gerichte in Shandong und der nördlichen Industriestadt Dalian hätten bereits Interesse angemeldet.

Unser Programm hilft dabei, landesweit ein gleiches und faires Strafmaß durchzusetzen“, erklärt …

Computer errechnet Strafmaß in China

Handakte WebLAWg / Ein leichter Schauder läuft einem über den Rücken, wenn man liest, dass am Strafgericht von Zibo in der chinesischen Provinz Shandong ein Computerprogramm das konkrete Strafmaß bei über eintausend Verurteilten berechnet hat. Laut einem Bericht…

Computerprogramm ermittelt Strafmaß

ElbeBlawg / Der erste ferngesteuerte, vollautomatische Richter der Welt kommt aus China (woher auch sonst). Wie dort Recht gesprochen wird, zeigt dieser Artikel bei heise online: Ein Gericht in Ostchina hat mehr als 1000 Strafen mit Hilfe eines Computerprogramms…

Urteil aus dem Computer

Rechtsanwalt Hänsch, Dresden / PC Welt berichtet unter Berufung auf die Tageszeitung South China Morning Post, dass Gerichte in China seit 2 Jahren die Urteilsfindung per Computer erproben. Die von einem Unternehmen in Peking entwickelte Software enthält Rechtsvorschriften zu meh…

Freiwillig lebenslänglich: Im Knast fühlt Oscar sich zuhause

strafblog / Auch das gibt´s: Der älteste Strafgefangene Argentiniens, der 88-jährige Oscar Cubillos, weigert sich laut faz.net beharrlich, das Gefängnis in San Rafael in der Provinz Mendoza zu verlassen. Mehr als 30 Jahre seines Lebens hat der Mann hinter G…

Chinas Software-Richter: Hilfe durch Computerprogramm

Law & Lifestyle / Um in China Richter zu werden, muss man weder einen Hochschulabschluss vorweisen können noch über eine umfassende juristische Ausbildung verfügen. Wohl aus diesem Grund soll den Richtern der chinesischen Provinz Shandong nun ein Computerprogramm b…

Domina mit Nudelholz und Messer getötet

Handakte WebLAWg / Ein 54-Jähriger muss sieben Jahre hinter Gitter, weil er seine als Domina arbeitende Frau im Streit getötet hat. Das Aachener Landgericht verurteilte ihn am Freitag wegen Totschlags. Er habe die 48 Jahre alte Krankenschwester nach 28 Ehejahren mit…

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