Juristenausbildung - Kritik an Stuttgarter Reformmodell aus Bayern

"... Justizministerin Dr. Beate Merk kritisiert die Vorschläge zur Reform der Juristenausbildung aus Baden-Württemberg und Sachsen: "Die Folge wäre weniger Qualität für den rechtsuchenden Bürger!" Mit Unverständnis hat die bayerische Justizministerin Merk auf die heute vorgestellten Vorschläge ihrer Amtskollegen Goll und Mackenroth reagiert, die Juristischen Staatsprüfungen und das Referendariat zugunsten einer einphasigen Juristenausbildung mit Bachelor- und Masterabschlüssen abzuschaffen und die bisherigen Staatsprüfungen zu streichen. Merk: "Unsere Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, dass der Rechtsanwalt, der sie berät und der Richter, der ihren Fall verhandelt, ihre Qualifikation in einem verlässlichen und aussagekräftigen Prüfungsverfahren unter Beweis gestellt haben. Dass den Kollegen Goll und Mackenroth bei ihrem Vorschlag nicht wohl ist, zeigt, dass sie eine "staatliche Beteiligung" an der Masterprüfung der Universitäten vorsehen, ohne allerdings auch nur anzudeuten, wie diese beschaffen sein soll." Auch die Abschaffung des juristischen Vorbereitungsdienstes würde zu Lasten der Qualität der Rechtspflege gehen. Merk: "In Europa ist für angehende Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte ein durchschnittlich zweijähriger Vorbereitungsdienst nach erfolgreichem Abschluss des Studiums Standard." Merk abschließend: "Die Justizminist…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Bayern , Bachelor , Merk

Erschienen 3. April 2007 auf http://weblawgde.blogspot.com.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Bayern lehnt "Jura alla Bolognese" weiterhin ab

Sartorienfelder | 2. April 2007 — Die Bayerische Justizministerin Merk meldet sich per Presseerklärung in Sachen Reform der Juristenausbildung zu Wort und rügt die …

Beate Merk erkennt den nackten Kaiser als solchen

Jurabilis | 23. Oktober 2008 — Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat die von ihrer nordrhein-westfälischen Amtskollegin Müller-Piepenkötter vorgestellte…

Der Irrweg

Jurabilis | 30. März 2007 — Die Bundesländer Baden-Württemberg und Sachsen wollen offenbar die Juristenausbildung in Deutschland grundlegend "reformieren". Da…

Juristenausbildung: “Stuttgarter Reformmodell”

Handakte WebLAWg | 2. April 2007 — Das war ja nur eine Frage der Zeit: Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder der Bolognaprozeß beschworen wurde, um weitr…

Reform der Juristenausbildung

Handakte WebLAWg | 3. April 2007 — Die Dekane der Juristischen Fakultäten der Universitäten des Landes Baden-Württemberg laden ein zu einem Pressegespräch über di…

Krankenpfleger und Bauzeichner

Jurabilis | 4. April 2007 — Die Forderung nach Einführung gestufter Studiengänge in der Juristenausbildung kommt mir damit in etwa so vor, als wollte man a…

Replik zur Rede von Frau Dr. Beate Merk vom 22.09.2005

Jurafernstudium-Blog | 3. August 2006 — Durch einen Besucher meiner Webseite wurde ich dankenswerterweise auf die Rede von Frau Dr. Beate Merk (Justizministerin des Fr…

Die Juristenausbildung in Deutschland

Handakte WebLAWg | 13. Dezember 2005 — Am 22. September 2005 fand in Berlin eine Fachtagung statt zum Thema «Der ‘Bologna-Prozess’ und die Juristenausbildung in Deu…

Juristenausbildung - Stuttgarter Reformmodell

Weblawg.de | 3. April 2007 — "... Mit einer zügigen und dennoch guten Universitätsausbildung mit anschließender Berufseinarbeitung am angepeilten Arbeitsplatz

Bayerische Justizministerin Merk: Justizministerin Merk gegen EU-Pläne für Jurastudium

Handakte WebLAWg | 12. November 2007 — Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) hat sich mit ungewöhnlicher Schärfe gegen Pläne gewandt, das System der deut…

Justiz in Bayern - Ministerium - Pressemitteilung 41/07