Geständnis der Mitangeklagten im Doppelmordprozess
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Vor dem Braunschweiger Landgericht findet dieser Tage ein Strafverfahren gegen ein Wolfsburger Pärchen statt, das wegen zweifachen Mordes angeklagt ist.
«Wir wussten, dass die Polizei uns irgendwann kriegt», sagt Jasmin R. Doch statt sich zu stellen, fuhr die 18-Jährige mit ihrem 26 Jahre alten Freund Sascha K. nach dem Mord an ihrer Großmutter und Großtante zunächst ziellos durch Wolfsburg. Am späten Ostersonntagabend hielten sie mit dem Auto an einem Osterfeuer. Die beiden spritzen sich einen Schuss Heroin in die Venen und ruhten am Feuer aus. Erst drei Tage später wurde das Paar von der Polizei gefasst. Seit Dienstag, vier Monate nach der Tat, müssen sich beide im Saal 141 des Braunschweiger Landgerichts wegen Mordes verantworten. Die Angeklagten sollen die Großmutter von Jasmin R. und deren Schwester erdrosselt und ausgeraubt haben. Das Motiv liegt für Staatsanwalt Klaus Ziehe auf der Hand: Mit dem geraubten Geld und Schmuck hätten die beiden ihre Drogensucht finanzieren wollen. Dafür seien sie offenbar über Leichen gegangen. Nach dem Verlesen der Anklageschrift wird zunächst Jasmin R. aufgefordert, sich zum Tathergang zu äußern. Sofort gesteht sie ihre Beteiligung. Sie berichtet, zunächst allein ihre 75 Jahre alte Großmutter in deren Wohnung aufgesucht zu haben, um sie um Geld zu bitten. Streit im AutoZuvor hatte das junge Pärchen lange im Auto gestritten, wie es am besten an Geld für Heroin kommen könnte. An Raub oder gar Mord habe sie aber überhaupt nicht gedacht, auch wenn ihr Freund bereits im Auto über entsprechende Pläne gesprochen habe, schildert die 18-Jährige den Tathergang weiter. Sie habe es «nie für möglich gehalten», dass Sascha K. das ernst meine. Während ihrer Aussage kämpft die 18-Jährige im Gerichtssaal immer wieder mit den Tränen und wippt nervös auf ihrem Drehstuhl hin und her. Als sie zur Wohnung ihrer Großmutter ging, sei ihr der Freund plötzlich gefolgt, berichtet die Angeklagte. «Er wird immer sehr sauer, wenn er auf Entzug ist», sagt sie. Der 26-Jährige habe sich mit Gewalt Zugang zu der Wohnung verschafft und die Großmutter angegriffen. Während er sie erdrosselt habe, sei sie zu der 76 Jahre alten Schwester ins Wohnzimmer gegangen, um dem Drama zu entfliehen. Doch wenig später habe sie dann auf Anweisung ihres Freundes aktiv dabei geholfen, auch die Großtante zu töten. Der Angeklagte macht am ersten Verhandlungstag keine Angaben. Nahezu reglos sitzt er die ganze Zeit über im Saal und blickt zu seiner Freundin. Als er dann vom Vorsitzende…
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