Jung als Zeuge im Kundus-Untersuchungsausschuss

Berlin (Reuters) - Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung sagt heute (Donnerstag) im Untersuchungsausschuss zur Affäre um den Luftangriff von Kundus aus.

Der CDU-Politiker hatte Ende November die Verantwortung für Informationspannen im Verteidigungsministerium übernommen und war zurückgetreten. Die Opposition will von ihm vor allem wissen, inwiefern er seinen Nachfolger Karl-Theodor zu Guttenberg bei der Amtsübergabe über zivile Opfer des Bombardements bei Kundus informiert hat.

Die Opposition geht davon aus, dass schon bei der Amtsübernahme klar war, dass es zivile Opfer gab. Sie wirft Guttenberg vor, dass er den von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff in einer ersten Einschätzung dennoch als militärisch angemessen bezeichnete. Inzwischen ist der CSU-Politiker, der am 22. April vor dem Untersuchungsausschuss aussagen soll, von dieser Einschätzung abgerückt. Bei der Bombardierung zweier Tanklaster auf einer Sandbank im Kundus-Fluss waren Anfang September bis zu 142 Menschen umgekommen. Wie viele von ihnen Zivilisten waren, ist unklar.



Quelle: Reuters (25. März 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , National And International Security , Diplomacy; International Relations , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , Afghanistan , Opposition , Asia , General News , Franz Josef Jung , "riots, Demonstrations And Internal Disturbances" , Defence

Erschienen 25. März 2010 bei http://www.reuters.com.

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