Jugendliche schlagen Mann an Münchner S-Bahnhof tot
München (Reuters) - Zwei vorbestrafte Jugendliche haben einen Geschäftsmann an einem Münchner S-Bahnhof totgeschlagen.
Das 50-Jährige Opfer habe am Samstagnachmittag einen Streit schlichten wollen und sei eingeschritten, als die beiden mutmaßlichen Täter eine Gruppe jüngerer Jugendlicher und Kinder bedrohten und von ihnen Geld gefordert hätten, teilte die Polizei mit. Später hätten die 17 und 18 Jahre alten Tatverdächtigen den Mann niedergeschlagen und getreten. Der Mann erlag wenig später seinen Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden arbeitslosen Jugendlichen Mord. Sie wurden am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt.
Nach Darstellung der Polizei folgten die beiden Tätern nach dem Wortgefecht in der S-Bahn der Gruppe und dem Mann bis zum S-Bahnhof Solln im Münchner Süden. Dort hätten die zwei den Mann am Bahnsteig geschlagen, nachdem er einen ersten Angriff auf ihn und die Gruppe abgewehrt hatte. Die Jugendlichen traten demnach auch noch weiter auf ihr Opfer ein, nachdem es bereits am Boden lag. Der 50-Jährige erlitt dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen, an denen er zwei Stunden später im Krankenhaus verstarb. Die beiden Schläger flüchteten nach der Attacke über die Bahngleise. Ein Großaufgebot der Polizei nahm sie noch in der Nähe fest.
"Wir gehen von einem vorsätzlichen Tötungsledikt aus, das nach vorläufiger Bewertung als Mord eingestuft wird", sagte Staatsanwalt Laurent Lafleur am Sonntag. Die Tat stehe "sittlich auf niedrigster Stufe". Der ältere der beiden Täter sei unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung und Körperverletzung vorbestraft und habe eine Untersuchungshaft wie auch einen vierwöchigen Jugendarrest hinter sich. Der jüngere sei wegen Diebstahl und Drogendelikten aktenkundig. Zu der jüngsten Tat schwiegen sich die Jugendlichen weitgehend aus, sagte Lafleur.
Bayerns Justizministerin Beate Merk sagte, die Zivilcourage und der Mut des Opfers verdienten höchsten Respekt. Zugleich bekräftigte die CSU-Politikerin ihre Forderung nach der Abschaffung des Jugendstrafrechts für Volljährige und die Verlängerung der Höchststrafe für Jugendliche auf 15 Jahren von bislang zehn Jahren Haft. Zudem forderte sie eine komplette Video-Überwachung der S-Bahn. Die Überwachung wird derzeit nach und nach eingeführt. Die am Samstag betroffenen Züge sowie der Bahnhof Solln sind noch nicht mit Kameras bestückt.
In München hatten in der Vergangenheit mehrere ähnliche Fälle für Aufsehen gesorgt. Bislang war dabei allerdings niemand zu Tode gekommen. Im Jahr 2007 hatten zwei Jugendliche einen Rentner in einem U-Bahnhof angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Die von Überwachungskameras gefilmte Tat hatte bundesweit Wellen geschlagen.
Quelle: Reuters (13. September 2009)
Themen: Germany , Legislation , Western Europe , Europe , German General News , Crime; Law Enforcement , Domestic Politics , Judicial Processes/court Cases/court Decisions , Bahnhof , Opfer
Erschienen 13. September 2009 bei http://www.reuters.com.
Kommentare zu "Jugendliche schlagen Mann an Münchner S-Bahnhof tot":
Höchststrafe und dann für immer weg, in Verwahrung!
Das was sie bis jetzt nicht kennen, lehrnen sie im Gefängnis und stellen so, eine Gefahr für jederman dar!!!
Ich stimme der Forderung, der CSU Politikerin voll zu!
Dies, sind keine Menschen mehr!!!
meine meinung:
einsperrn und nich mehr raus lassen..
die jugendlichen hatten ihre chance auf ein normales leben, welche sie nich wahrnahmen...
urteil lebenslang mit anschließender sicherheitsverwahrung!
so eine tat ist unmenschlich, von daher auch keine humane strafe!
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