VICE GUIDE BERLIN zum Thema Juden in Berlin
DPMS INFO | 3. Juli 2007 — Das kostenlose Magazin VICE GUIDE äußert sich in der aktuellen Ausgabe, die als .pdf-file abrufbar bedenklich über in Berlin leben…
Das Deutsche Technikmuseum porträtiert 12 Berliner Schicksale Die "Judendeportationen" aus Berlin 1941-1945 Dem Holocaust fielen 5 bis 6 Millionen Menschen in Europa zum Opfer. Mehr als 130.000 Juden wurden in der Zeit zwischen Oktober 1941 und Mai 1945 mit der Eisenbahn allein aus dem Deutschen Reich in zahlreiche Ghettos und Vernichtungslager verschleppt. Die Deportation der Berliner Juden folgte dem Muster der übrigen "Judentransporte" aus dem Deutschen Reich. Die meisten Zuginsassen wurden bald nach ihrer Ankunft ermordet. Mehr als 60 dieser Berliner Transporte rollten während jener Jahre nacheinander in den "Osten", also nach Litzmannstadt (Lodz), Minsk, Kowno (Kaunas), Riga, in den Distrikt Lublin, nach Warschau, nach Maly Trostinec bei Minsk, nochmals nach Riga und Reval im Baltikum sowie zuletzt - ab Ende 1942 - auch nach Auschwitz. Daneben wurden vor allem die älteren Juden seit Juni 1942 aus Berlin in über 120 Transporten zunächst in das Ghetto Theresienstadt in Böhmen gebracht. Zahllose Menschen starben schon dort, viele wurden aber noch weiter zu Vernichtungsstätten deportiert. Die Ausstellung nennt die einzelnen Deportationsziele und beschreibt 12 Beispiele der über 180 "Judentransporte" aus Berlin zwischen 1941 und 1944. Sie weist außerdem auf die Schicksale von 12 Menschen aus der Reichshauptstadt und aus der Provinz Brandenburg hin, die damals "als Juden" gebrandmarkt und deportiert wurden. Die Reichsbahn und die Juden Die staatliche Eisenbahn war eine von vielen Verwaltungen, welche die antisemitische Politik des Deutschen Reiches umsetzte: In den Jahren 1933 und 1935 wurden sämtliche jüdischen Beschäftigten bei der Reichsbahn entlassen. Bald darauf verlangten Mitglieder der NSDAP, den Juden in Deutschland die Benutzung der Eisenbahn zu verbieten. Allein im Oktober 1938 transportierte die Reichsbahn weit über 12 000 polnische Juden, die zuvor im Reich gelebt hatten, an die damalige deutsche Ostgrenze. Nach der "Kristallnacht" im November 1938 brachte sie etwa 25 000 jüdische Männer mit Sonderzügen in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen. Im Jahre 1939 wurden per Eisenbahn mehr als 10 000 jüdische Kinder, die nach England ausreisen durften, zu den Seehäfen befördert. Seit dem Beginn des Krieges im September 1939 wurden Juden im…
» Vollständiger ArtikelErschienen 25. Oktober 2005 auf http://menschenrechte.blogg.de/.
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