Journalistin hat sprichwörtlich die Hosen an

Sie trug im Restaurant eine Hose und soll nun zu Peitschenhieben verurteilt werden. Die bekannte sudanesische Journalistin Lubna Ahmed el Hussein will im Kampf für die Rechte der Frauen in ihrem Land bis vor das Verfassungsgericht des Sudan ziehen. “Ich bin auf alle Möglichkeiten gefasst”, sagte Hussein. Ihr drohen 40 Peitschenhiebe. Sie sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie habe “absolut keine Angst”. Notfalls wäre sie bereit, “nicht 40 sondern 40.000 Peitschenhiebe” über sich ergehen zu lassen.

Der Prozess wurde allerdings vertagt. Aus Protest gegen das Verfahren waren in der Hauptstadt Khartum mehr als hundert Frauen auf die Straße gegangen. Sie hielten Transparente mit Sprüchen wie “Gegen das Auspeitschen” in den Händen. Durch das Interesse der Öffentlichkeit sei ihr Kampf schon halb gewonnen, sagte Hussein. “Ich will, dass die Menschen Bescheid wissen.” Sie habe Anfang Juli in einem Restaurant gesessen, als Polizisten hereinkamen und alle Frauen i…

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Themen: Protest , Abendblatt , Sudan , Recht (int) , Scharia

Erschienen 5. August 2009 auf http://log.handakte.de/.

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Das Hosentragen ist für sudanesische Frauen in der Öffentlichkeit verboten. Eine bekannte Reporterin kümmerte sich nicht darum und muss nun ein Urteil fürchten, das ihr körperliche Schmerzen einbringen könnte. Doch Lubna Ahmed el Hussein würde im Kampf um Frauenrechte auch 40 000 Peitschenhiebe akzeptieren.