Richterliche Vereinsmeierei im Fall Kachelmann?
Kanzlei Heidrun Jakobs | 28. Juli 2010 — Dass erhebliche Bedenken gegen die Unparteilichkeit des Mannheimer Gerichts im Fall Kachelmann aufgekommen sind, hat sich schon…
Der Fall wird immer bizarrer: Nicht nur das man sich offensichtlich in Mannheim sich stets bemüht im Strafrecht selbst stets eine Nasenlängen vor Naumburg (Famileinrecht-Fall Görgülü) zu liegen. Was der Kölner Stadtanzeiger gestern hübsch so zusammenfßte: "Es ist nicht das erste Mal, dass Strafrechtler die Mannheimer Justiz aufs Korn nehmen. In einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen kritisiert zum Beispiel Professor Martin Killias (Zürich) die Untersuchungshaft, für die es eigentlich keine Gründe gebe. Von Verdunklungsgefahr könne keine Rede sein: „Normalerweise würde man eine solche Person wieder freilassen, allenfalls mit Kaution.“ Killias räumt zwar eine gewisse Fluchtgefahr ein, geht davon aber aus, dass dies für Kachelmann keine Option sei, weil er danach die Schweiz nie verlassen könnte und ihm ohnehin in seiner Heimat der Prozess gemacht würde. „Kachelmann ist in Haft“, so urteilt er über die Staatsanwaltschaft Mannheim, „weil man nicht das Gesicht verlieren will.“ ... Richter Seidling begeht bei seiner Verteidigung, wenn man der „Schwetzinger Zeitung“ glaubt, den für einen Juristen fast unverzeihlichen Fehler, als er sagt: „Das alles ist schlicht nicht wahr, ich habe weder Kontakt zum Vater noch zum Opfer gehabt. . . Im Gegenteil, ich kenne die Leute nicht einmal.“ Das ausgelassene Wörtchen „mutmaßlich“ hat prompt den Kommentar eines Strafrechtler in der Schweizer „Sonntagszeitung“ heraufbeschworen. Der Regensburger Professor Henning Ernst Müller: „Sollte er tatsächlich von 'Opfer' statt von 'mutmaßlichem Opfer' gesprochen haben, wäre das ein ernsthafter Anlass zur Besorgnis der Befangenheit.“ Denn ob es sich bei Simone um ein Opfer handle oder nicht, soll ja gerade der Prozess klären. " Nein, nein: Es geht noch weiter: Anwalt des VERMEINTLICHEN Opfers (dessen Opferstatus es ja erst festzustellen gilt!) ist im Landesvorstand des "Weissen Ring.", der sich - so erzwingt es das Gesetz der ungegenderten(!) Logik - um Opfer von Verbrechen kümmert Da muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn da etwas an Vorbeurteilung von Öffentlichkeit, Medien, Polizei , STA und Richter abstrahlt - ud bspw. der Richter bereits vor Beginn der HV (siehe oben) von "Opfer" statt von "mutmaßlichem Opfer" spricht. Im Grunde ist ein solches Amt mit einem gerade im Strafrecht (und nicht Bau-, Familen- Verwaltungrecht etc.) aktiven Anwaltsdasein UNVEREINBAR - und diskrediert nachhaltig das Ansehen der Organisation. (Aber das Ganze einem Betroffenen klarzumachen, dürfte ungefähr so schwierig sein, wie einem Alkoholiker das Bekenntnis zu seinem Alkoholikerdasein oder einem befangenen Richter seine EIGENE Einsicht zur seiner Befangenheit zu entlocken ... ein Teufelskreis, äh -ring halt.) Denn nach Lage der Dinge kann es sein, dass durchaus Herr Kachelmann eines Tages vorstellig weren wird/muss. Wir haben es so in der Nase, dass sich alsbald nach der Sommerpause wohl …
» Vollständiger ArtikelErschienen 29. Juli 2010 auf http://rechtsanwaeldin.blogspot.com.
Kanzlei Heidrun Jakobs | 28. Juli 2010 — Dass erhebliche Bedenken gegen die Unparteilichkeit des Mannheimer Gerichts im Fall Kachelmann aufgekommen sind, hat sich schon…
Kanzlei Heidrun Jakobs | 13. Oktober 2010 — Was sich das Landgericht Mannheim im Kachelmann-Prozess nacheinander leistete, wird sicherlich den Bundesgerichtshof sicher ver…
kanzlei-hoenig.info | 30. Juli 2010 — Der Kollege Udo Vetter berichtet im lawblog über den Artikel der Baseler Zeitung über das Verfahren, das in Mannheim gegen …
Kanzlei Heidrun Jakobs | 7. September 2010 — Na endlich, Herr Kachelmann, es geht doch! Endlich zeigen Sie dem ehrenwerten Gericht die Zähne und stellen einen Befangenheits…
Die Rechtsanwäldin | 28. März 2010 — Immerhin: Inzwischen hat es sich wohl schon bis zur BILD-Zeitung rumgesprochen, dass es wohl besser erscheint vorläuig von dem "mu…
LawBlog | 30. Juli 2010 — Dem Vorsitzenden Richter im Fall Kachelmann sind Fragen gestellt worden. Zu Recht. Er soll den Vater des mutmaßlichen Opfers ke…
Kanzlei Heidrun Jakobs | 20. Oktober 2010 — Mittlerweile wundert mich nichts mehr, was ich da von den Profis aus Mannheim höre. Nun wurde auch der zweite Befangenheitsantr…
Reuters | 13. Oktober 2010 — Mannheim (Reuters) - Hängepartie im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann: Die mit Spannung erwartet…
Die Rechtsanwäldin | 28. Juli 2010 — Vorsicht! Dies ist ein Geruchsblog. Es könnte sein, dass dieser Beitrag für manch einen Leser etwas müffelt - nach Eigenlob! - E…
Kanzlei Heidrun Jakobs | 22. Juni 2010 — Schon wieder kommen begründete Vermutungen auf, dass die Staatsanwaltschaft in Baden-Württemberg, dieses Mal in Mannheim, wohl …
Der Vorsitzende Richter im Strafverfahren gegen den TV-Moderator Jörg Kachelmann muss sich am Mittwoch gegen den Vorwurf der Befangenheit verteidigen. Es ist nicht das erste Mal, dass Strafrechtler sich mit dem Vorgehen der Mannheimer Justiz beschäftigen.
Am 04.10.2009 wurden in Gernsbach der neue Landesvorsitzende Herr Erwin Hetger (Landespolizeipräsident a. D.)und Herr Rechtsanwalt Thomas R.J. Franz als sein neuer Stellvertreter gewählt.