It’s a sad, sad Schnitzelworld…
am 09.05.2007 von Anwaltsalltag
Letzten Montag war es also mal soweit: Wir sind unser Stammschnitzelkneipe in Karlsruhe nach 3 Jahren untreu geworden und haben fremdgeschnitzt. Unsere Stammschnitzelkneipe verwöhnt uns an unserem mittwöchlichen Schnitzeltag mit einem – na was wohl – Schnitzel mit Bratkartoffeln, brauner Soße und – um den Anschein einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu erwecken – einer Tomatenscheibe und einem Salatblatt. Als Nachtisch gibt’s dazu eine kleine Tüte Gummibärchen. Und das alles für 2,50 EUR. Die Kollegen trinken dazu in einer nicht endenwollenden Regelmäßigkeit ein „dunkles Hefeweizen“. Ich ein „kleines Cola“ (man beachte, daß in Baden eine Cola ein Neutrum ist – das zieht übrigens auch in einer nicht endenwollenden Regelmäßigkeit den Spott der Kollegen auf mich).
Das Schnitzel in der neuen Gaststätte kostet zwar 3,50 EUR, dafür gibt es vorher noch ein Süppchen, es fehlt hingegen das „Feigenblatt“-Salatblatt.
Das Studentenambiente der Stammschnitzelkneipe ist einer „irgendwie ostigen“ (Originalzitat Kollege Boltze) Atmosphäre mit Bezug auf Lokale in Prag oder Polen gewichen. Statt dem ordinären Karlsruher Studenten könne man nun auch das „Mütterchen von nebenan“ (Originalzitat der Kollegen) beobachten, das gepflegt seine mittägliche Mahlzeit zu sich nehme. Na, wers will…
Zum Schnitzel: Kollege Schindler, der in einer nicht endenwollenden Regelmäßigkeit ein Hohenlied auf die Fleischqualität der Stammschnitzelkneipe gesungen hat (angeblich eine Insiderinformation aus dem Gaststättengewerbe), will das alte Schnitzel nunmehr als physikalisch „zu flach“ einordnen, während das neue Schnitzel „natürlicher“ und „mehr nach Fleisch“ aussehe. Zugegeben: Das neue Schnitzel war nicht schlecht, das Süppchen (Geschmacksrichtung Spargel) war definitiv zu dünn (aber wer will schon ernsthaft eine Suppe …
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