IT-Recht-Update: Aktuelles aus der Rechtsprechung – Mai 2010

BGH: Google Bildersuche verletzt nicht das deutsche Urheberrecht Der Bundesgerichtshof hatte sich am gestrigen Donnerstag mit einem der bisher wohl bedeutendsten Fälle im Bereich des Urheberrechts im Internetzeitalter auseinanderzusetzen. Das höchste deutsche Zivilgericht musste über die Zulässigkeit der Bildersuche des Suchmaschinendienstes Google entscheiden (Urteil vom 29.04.2010 – Az.: I ZR 69/08) und sah darin im Ergebnis keine Urheberrechtsverletzung. Hier weiterlesen… OLG Düsseldorf: Rapidshare haftet nicht für Urheberrechtsverstöße durch seine Nutzer In der Rechtsprechung bisher uneinheitlich beurteilt wird die Frage, wie das Geschäftsmodell des 1-Click Hosters Rapidshare rechtlich beurteilt werden soll, insbesondere ob dieser für die Urheberrechtsverletzungen, die über seine Server begangen werden, haftbar gemacht werden kann. Während einerseits das Oberlandesgericht Hamburg von einer Haftung des Filehosters ausgeht, nahm das OLG Köln andererseits nur eine eingeschränkte Prüfungspflicht an. Demnach müssten nicht alle Links, aber bestimmte Linklisten auf Urheberrechtsverstöße hin überprüft werden. Hier weiterlesen… OLG Schleswig: Gewerbliches Ausmaß bereits bei nur einem Musikalbum In der Rechtsprechung bisher uneinheitlich beurteilt wird die Frage, welche Anforderungen an das Merkmal des „gewerblichen Ausmaß“ im Sinne des urheberrechtlichen Auskunftsanspruches gem. §101 UrhG zu stellen sind. Während manche Gerichte davon beispielsweise erst bei einem Wert von 3.000 EUR der heruntergeladenen Dateien (so das LG Frankenthal , Beschluss v. 15.09.2008 – Az.: 6 O 325/08) ausgehen, entschied das OLG Celle, dass ein gewerbliches Ausmaß bereits dann angenommen werden kann, wenn lediglich ein einziges Musikalbum in einer P2P-Tauschbörse angeboten wird. Hier weiterlesen… BGH: Haftung des Betreibers eines privaten WLAN-Netzes Der Bundesgerichtshof hat sich am vergangenen Mittwoch erstmals zur Frage geäußert, ob der Betreiber eines privaten (und nur unzureichend gesicherten) WLAN-Netzes für Rechtsverletzungen haftbar gemacht werden kann, welche ein unberechtigter Dritter über seinen Anschluss begangen hat (Urteil vom 12.05.2010 – Az.: I ZR 121/08). Nach Ansicht des für Urheberrecht zuständigen ersten Senats des obersten Zivilgerichts können Privatpersonen im Rahmen der Störerhaftung auf Unterlassung, jedoch nicht auf Schadensersatz in…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Google , Bgh , It-recht , Bundesgerichtshof , Update , P2p , Oberlandesgericht Hamburg , Merkmal , Frankenthal , BP , Mai , 2010
Rechtsgebiet: Urheberrecht

Erschienen 31. Mai 2010 auf http://netzrecht.org.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

BGH: Haftung für unzureichend gesicherten WLAN-Anschluss

DLA Piper Technology and Sourcing Blog | 20. Mai 2010 — Auch eine Privatperson, über deren WLAN-Anschluss Urheberrechtsverletzungen begangen werden, kann nach Einschätzung des BGH (12…

IT-Recht-Update: Aktuelles aus der Rechtsprechung – Oktober 2009

netzrecht.org | 31. Oktober 2009 — Im Monat Oktober 2009 waren dies: AG München: Unerwünschte E-Mail-Werbung durch Autoresponder verboten Das Amtsgericht

OLG Schleswig: Gewerbliches Ausmaß bereits bei nur einem Musikalbum

Das Blog für IT-Recht | 7. Mai 2010 — In der Rechtsprechung bisher uneinheitlich beurteilt wird die Frage, welche Anforderungen an das Merkmal des „gewerblichen Au…

OLG Düsseldorf: Rapidshare haftet nicht für Urheberrechtsverstöße durch seine Nutzer

Das Blog für IT-Recht | 4. Mai 2010 — In der Rechtsprechung bisher uneinheitlich beurteilt wird die Frage, wie das Geschäftsmodell des 1-Click Hosters Rapidshare r…

BGH 8I ZR 121/08) Privatpersonen können bei unzureichend gesicherten WLAN-Anschluss auf Unterlassung, nicht dagegen auf Schadenser…

Recht für Verbraucher | 12. Mai 2010 — Haftung für unzureichend gesicherten WLAN-Anschluss Privatpersonen können auf Unterlassung, nicht dagegen auf Schadensersatz i…

Eil: Urteil des BGH zur Haftung des Anschlussinhabers für unzureichend gesicherten WLAN-Anschluss

Wagner Halbe Rechtsanwälte Blog | 12. Mai 2010 — Nach Auffassung des Ersten Zivilsenats des Bundesgerichtshofs können Privatpersonen, wenn ihr nicht ausreichend gesicherter W…

Bundesgerichtshof : Haftung des WLAN-Netz-Betreibers - Haftung für unzureichend gesicherten WLAN-Anschluss

MEDIEN INTERNET und RECHT | 12. Mai 2010 — BGH, Urteil vom 12.05.2010 - Az. I ZR 121/08 – Sommer unseres Lebens Privatpersonen können auf Unterlassung, nicht dagegen auf Sch…

BGH: Der Betreiber eines ungesicherten WLAN-Anschlusses haftet auf Unterlassung nicht aber auf Schadensersatz bei Urheberrechtsver…

Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 12. Mai 2010 — BGH Urteil vom 12.10.2010 I ZR 121/08 Sommer unseres Lebens Der BGH hat nunmehr wenig überraschend entschieden, dass der Betreiber…

BGH: Kein Schadensersatz bei Filesharing für WLAN

Kurz Pfitzer Wolf | 2. August 2010 — Was war passiert?Mit Hilfe der Staatsanwaltschaft wurde ermittelt, dass von dem ungesicherten WLAN Anschluss des Beklagten de…

LG Hamburg: Betreiber eines Internetcafés haftet für Urheberrechtsverletzungen seiner Kunden

S.O.S. - Hilfe bei Abmahnung wegen Filesharing | 4. Januar 2011 — Tweet Nach einem Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 25.11.2010 (Aktenzeichen: 310 O 433/10) haftet der Betreiber eines Inter…

OLG Düsseldorf: Rapidshare haftet nicht für Urheberrechtsverstöße durch seine Nutzer » Rapidshare, Links, Düsseldorf, Fall, Filme, Urteil » Das Blog für IT-Recht

In der Rechtsprechung bisher uneinheitlich beurteilt wird die Frage, wie das Geschäftsmodell des 1-Click Hosters Rapidshare rechtlich beurteilt werden soll,


OLG Schleswig: Gewerbliches Ausmaß bereits bei nur einem Musikalbum » Ausmaß, UrhG, Ansicht, Auskunft, Musikalbum, Tendenz » Das Blog für IT-Recht

In der Rechtsprechung bisher uneinheitlich beurteilt wird die Frage, welche Anforderungen an das Merkmal des „gewerblichen Ausmaß“ im Sinne des


BGH: Haftung des Betreibers eines privaten WLAN-Netzes » Abmahnkosten, Allerdings, WLAN, UrhG, Unterlassung, Beklagten » Das Blog für IT-Recht

Der Bundesgerichtshof hat sich am vergangenen Mittwoch erstmals zur Frage geäußert, ob der Betreiber eines privaten (und nur unzureichend gesicherten)


BGH: Internet-Systemvertrag ist als Werkvertrag einzustufen » Unternehmer, Fall, Vorleistungspflicht, Kläger, Vertrag, Mainz » Das Blog für IT-Recht

Die rechtliche Einordnung eines Internet-Systemvertrages war bisher in der Rechtsprechung umstritten, ist nun aber abschließend geklärt worden: Der BGH entschied


LG Hamburg: Darlegung der Aktivlegitimation bei Abmahnungen im urheberrechtlichen Bereich » Nutzungsrechte, Klägerin, Aktivlegitimation, Zweifel, Hamburg, Abmahnung » Das Blog für IT-Recht

Mit einer Abmahnung verfolgt der Abmahnende den Zweck, eine andere Person dazu zu bewegen, künftig ein bestimmtes Verhalten zu unterlassen.