Machtverschiebung zu General Counsels?
The Business of Law | 15. September 2011 — Mari Sako, Professorin an der Said Business School / Oxford University, hat unter dem Titel "General Counsel with Power?" die Erg…
Ja, sagen Clifford Winston und Robert Crandall. Die beiden Ökonomen und Co-Autoren des Buchs "First Thing We Do, Let's Deregulate All The Lawyers." haben im Wall Street Journal kürzlich einen Kommentar mit dem Titel "The Law Firm Business Model Is Dying" veröffentlicht.
Anlass zum Kommentar gab der Konkurs von Dewey & LeBoeuf LLP, mit früher über 1'000 Anwälten eine der ehemals grossen und wichtigen Player im internationalen Anwaltsmarkt.
Winston und Crandall zählen zwei Hauptgründe dafür auf, wieso das traditionelle partnerschaftliche Business Modell von Anwaltsfirmen nicht mehr so funktioniert wie früher:
Grosse Kunden verwenden vermehrt In-House Counsel und sparen so Kosten und Ausgaben für externe Anwälte. Private wählen angesichts des stark wachsenden Angebots an rechtlichen Dienstleistungen und Dokumenten im Internet vermehrt den "Do-It-Yourself" Ansatz.Hierzu ist zu bemerken, dass das Angebot an rechtlichen Dienstleistungen und Dokumenten im Internet im englisch-sprachigen Raum wesentlich besser ausgebaut und auch interessanter ist als bei uns. Neben den diversen Anbietern von Document Assembly Plattformen (vgl. meinen früheren Post "Vertragsvorlagen: Trend zu Gratis") gibt es hier auch diverse nicht gewinnorientierte Initiativen und Organisationen, welche sich zum Ziel gesetzt haben den Zugang zur Justiz zu vereinfachen und gewisse Dienste, welche traditionell den Beizug eines Anwalts erforderten gratis anzubieten (vgl. z.B. Access to Justice oder LawHelp Interactive).
Die beiden Autoren sind der Ansicht, dass als rationale Antwort auf solch geänderte Rahmenbedingungen neue Low-Cost Anwaltsfirmen entstehen müssten, die ihre Kunden mit innovativen Dienstleistungen und Angeboten gewinnen. Dies geschehe angesichts der starken Regulierung des Rechtsmarkts allerdings nur zum Teil.
Speziell eingegangen wird auf folgende zwei Beschränkungen des Rechtsmarkts:
Unnötige Markt-Zutrittsbarrieren Nur Personen mit Jura-Abschluss und Anwaltsexamen dürfen rechtliche Dienstleistungen anbieten. Durch dieses System müssen zukünftige Anwälte gerade in den USA viel Geld und Zeit in ihre Ausbildung investieren. Die späteren hohen Löhne sind bis zu einem gewissen Grad notwendig, damit diese Kosten zurückbezahlt werde können und es sich überhaupt lohnt die Ausbildung zu machen. Würde der Markt hier dereguliert könnten neue Firmen entstehen. Diese Firmen könnten eine breite Palette an Angestellten haben (Anwälte, Juristen ohne Anwaltspatent, Paralegals, Sachbearbeiter, etc.) und wären so in der Lage rechtliche Dienstleistungen zu massiv reduzierten Kosten anzubieten. Verbot externer Beteiligungen Ausser im seit… » Vollständiger ArtikelThe Business of Law | 15. September 2011 — Mari Sako, Professorin an der Said Business School / Oxford University, hat unter dem Titel "General Counsel with Power?" die Erg…
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First Thing We Do, Let's Deregulate All the Lawyers: Clifford Winston, Robert W. Crandall, Vikram Maheshri: Amazon.com: Kindle Store
In The Wall Street Journal, the Brookings Institution's Clifford Winston and Robert W. Crandall write that rules adopted to protect the legal profession from outside competition are actually stifling it.