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Ist der deutsche Jurist für die Globalisierung gerüstet?

am 07.10.2006 von Jurabilis

Dr. Paul Hobeck, seines Zeichens kein Geringerer als der General Councel der Siemens AG, hat auf der Absolventenfeier 2005/I in Erlangen einen Vortrag mit dem Titel Ist der deutsche Jurist für die Globalisierung gerüstet? gehalten, den man online abrufen kann. Sehr schön: Sie haben sich bewusst oder unbewusst für die Ausbildung zum Volljuristen entschieden, so dass der zweite Ausbildungsabschnitt, das Referendariat, noch vor Ihnen liegt. Sie haben somit noch nicht einen „berufsfertigen“ d.h. berufsqualifzierenden Abschluss wie z.B. den eines Diplomjuristen oder eines Wirtschaftsjuristen erlangt. Der eine oder die andere von Ihnen wird dies eventuell heute bedauern, weil nochmals eine große Kraftanstrengung vor Ihnen liegt. Die Hürde des zweiten Staatsexamens ist noch zu meistern. Für ein solches Bedauern besteht aber keinerlei Anlass. Die Erfahrungen der letzten 10 Jahre zeigen deutlich, dass sich ein eigenständiges Berufsbild für Diplom-/ Diplomwirtschaftsjuristen nicht herausgebildet hat, das auch nur annähernd dem des Volljuristen gleich käme.

Diplomjuristen streben vor allem in Wirtschaftsunternehmen, um dort im Schwerpunkt kaufmännische Aufgaben wahrzunehmen oder bei der Vertragsgestaltung als Contract Manager, bei der Vertragsabwicklung als Claim Manager tätig zu sein.

Dies sind sicher nicht unwichtige Aufgaben. Von dort führt aber kein Weg in die Rechtsabteilung und der Aufstieg in höhere Positionen wird schwierig sein. Eine gewisse Parallele besteht zu dem anglo-amerikanischen Berufsbild des Para-Legals, einer zuarbeitenden – dienenden – Funktion für Rechtsabteilungen oder zugelassene attorneys. Für deutsche Verhältnisse mag man eine Parallele bilden zum Rechtspfleger, also zur Tätigkeit im gehobenen Dienst: Unverzichtbar, aber eben ohne Chance des Aufstiegs in den …

Obstemus Principiis!

Jurabilis / Skeptisch sind wir aus denselben Gründen auch mit den neuen Überlegungen zum Bachelor-/Masterabschluss für Juristen. Stichwort Bologna-Prozess: EU-weit Umstellung aller Studiengänge auf Bachelor-/Masterabschluss. Wenn wir die Anforderungen an d…

Kein kompatibles Berufsbild für den Jura-Bachelor?

Jurabilis / Die Berufsqualifizierung durch den Bachelor ist das Kernproblem des neuen Systems. Ein sechs- oder achtsemestriges Bachelor-Studium soll zur Ausübung eines juristischen Berufs befähigen - wofür heute faktisch ein Studium mit einer Regelstudienzei…

Berufsbild für juristische Bachelors?

Jurabilis / Ein Berufsbild und ein Bedarf für juristische bachelors ist aus unserer Sicht nicht feststellbar. Eine dreijährige juristische Ausbildung, sei es an der Universität, sei es an Fachhochschulen, befähigt allenfalls zur Ausführung einfacher ju…

Bachelor of Law ist kein berufsqualifizierender Abschluss

muepe.de | weblog peter müller / Der Bachelor of Law, den die Hamburger Bucerius Law School ihren Studenten ohne besondere Prüfung studienbegleitend verleiht, ist nach Ansicht des Hamburger Verwaltungsgerichts kein berufsqualifizierender Abschluss. Der Titel befähige seinen Inhabe…

Berufsfeldfindungsschwierigkeiten

Jurabilis / In der Stellungnahme des DNotV zum Legal Assistant als Ausbildungsberuf (Download als PDF) findet sich schon auf der ersten Seite ein interessanter Gedanke. Wir fragen die Leserschaft: Wenn die Ausbildung zum Legal Assistant wirklich zu anspruch…

Bundesrechtsanwaltskammer: Einteilung des Jurastudiums in Bachelor und Master sinnvoll

Weblawg.de / ... Wie geht es weiter mit der Juristenausbildung? - Diese Frage beschäftigte die Bundesrechtsanwaltskammer auf ihrer letzten Hauptversammlung in der vergangenen Woche. Nach einer intensiven Diskussion haben sich die Vertreter der 28 regionalen Rec…

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Alexander Hartmann

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