Irgendwo endet das Verständnis...

... beziehungswe ise die auch nur ansatzweise Möglichkeit des "Nachvollziehens". Gerade entdeckte ich auf Zeit.de diese chronologische Übersicht betreffend den Fall "Elisabeth F": 1966 Elisabeth F. wird geboren 1977 Ihr Vater soll begonnen haben, sie regelmäßig zu vergewaltigen. Aus Angst erzählt sie nicht davon. 1982 Elisabeth versucht, von zu Hause wegzulaufen. 1984 Elisabeth ist Lehrling auf einer Raststation an der Westautobahn 28.8.1984 Ihr Vater lockt sie in den Keller, betäubt und fesselt sie. Ab diesem Zeitpunkt ist sie eingesperrt. Oktober 1984 Ihr Vater zwingt Elisabeth, einen Brief zu schreiben, in dem sie ihr „Ausreißen“ schildert und die Eltern ersucht, nicht nach ihr zu suchen. 1988 Ihre erste Tochter Kerstin wird geboren. 1990 Sohn Stefan kommt zur Welt. 1992 Elisabeth F. bekommt ihr drittes Kind. Es heißt Lisa. 19.5.1993 Elisabeths Vater will die neun Monate alte Lisa vor dem Haus mit einem Brief Elisabeths vorgefunden haben. Darin schreibt Elisabeth, dass sie bereits eine Tochter und einen Sohn habe und kein Platz für Lisa sei. 15.12.1994 Baby Monika, zehn Monate, wird „entdeckt“, unter den gleichen Umständen wie Lisa. 24.12.1994 Elisabeth versucht, zu flüchten. Ihr Vater findet sie, steckt sie wieder in den Keller zurück. Sommer 1996 Zwillinge werden geboren. Eines der Babys stirbt. Josef F. soll die Leiche verbrannt haben. 3.8.1997 Alexander, jener Zwilling, der überlebt hat, wird vor der Haustür „abgelegt“. Er ist 15 Monate alt. 2003 Ein Brief Elisabeths erreicht die Eltern. Sie schreibt darin, dass sie am 16.12.2002 ihren dritten Sohn Felix geboren hat. 19.4.2008 Kerstin, Elisabeths Älteste, ist schwer krank. Josef F. bringt sie ins Landesklinikum Mostviertel-Amstetten, wieder mit einem Brief der Mutter ausgestattet, in dem sie um Hilfe für ihre Tochter bittet. Staatsanwaltschaft und Ärzte schöpfen Verdacht. 26.4.2008 Josef F. holt seine Tochter und ihre zwei anderen Kinder aus dem Verlies. Seiner Ehefrau erklärt er, die Tochter wäre mit den beiden Kindern nach Hause gekommen. 26.4.2008 Josef F. wird verhaftet. 28.4.2008 Ihr Vater Josef F. gesteht. Ich bin schwer, schwer schockiert, das so etwas möglich ist und hoffe, dass die zuständigen Behörden mal so richtig umgekrempelt werden - natürlich ist der Vater der Hauptschuldige, aber bei den vier Briefen bis 2003 hätte auch irgendwann früher mal bei den Behörden "der Groschen fallen MÜSSEN."

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Erschienen 30. April 2008 auf http://juranerd.blogspot.com/.

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