Fahnder greifen häufig auf gespeicherte Vorratsdaten zu
JIPS News | 18. Dezember 2008 — Aus der Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 16/11139) auf die Kleine Anfrage der FDP Fraktion (BT-Drs. 16/10952) vom 12.11.200…
Einen Tag nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung hat der Karlsruher Richterspruch am Mittwochvormittag den Innenausschuss des Bundestages beschäftigt. Dabei ging es auch um die Konsequenzen aus dem Urteil für die weiteren Verhandlungen zu dem vom Europäischen Parlament abgelehnten Swift-Abkommen mit den USA zum Austausch von Bankverbindungsdaten sowie zum Abkommen zwischen der EU und den USA zur Übermittlung und Verarbeitung von Fluggastdatensätzen.
Die CDU/CSU-Fraktion kündigte an, das Urteil zusammen mit dem freidemokratischen Koalitionspartner genau prüfen zu wollen. Nachgedacht werde auch darüber, warum man ”in toto“ Daten an die USA geben müsse, statt diese selbst auszuwerten und gegebenenfalls die Ergebnisse an die Vereinigten Staaten weiterzugeben. Auch verwies sie darauf, dass nach dem Karlsruher Urteil zur Vorratsdatenspeicherung die gespeicherten Daten unverzüglich zu löschen seien. Dabei stelle sich die Frage, wie mit solchen Daten umgegangen werden soll, die bereits abgerufen und in strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeflossen sind. Die SPD-Fraktion betonte, dass die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht allein die Vorratsdatenspeicherung betreffe, sondern auch die Frage, in welchem Umfang Daten ohne Anlass gespeichert werden. Sie erkundigte sich zugleich, welche Folgerungen die Bundesregierung aus dem Richterspruch für die Weitergabe von anlasslos gesammelten Daten an die USA ziehe. Auch die FDP-Fraktion sah Auswirkungen des Urteils für das Swift- und das Passagierdatenabkommen und wollte wissen, wie die Bundesregierung damit umgehen wolle. Zugleich wandte sich in diesem Zusammenhang dagegen, bei den Beratungen über das weitere Vorgehen ”Drohszenarien“ mit Blick auf etwaige Terrorgefahren aufzubauen. Auch vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung Anfang 2008 habe es bereits Strafverfolgung gegeben. Man müsse fragen, ob es Sinn mache, ”ohne Ende“ Daten zu sammeln. Die Fraktion Die Linke fragte ebenfalls danach, wie die Bundesregierung hinsichtlich des Passagierdatenabkommens auf europäischer Ebene weiter v…
» Vollständiger ArtikelJIPS News | 18. Dezember 2008 — Aus der Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 16/11139) auf die Kleine Anfrage der FDP Fraktion (BT-Drs. 16/10952) vom 12.11.200…
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