Informationsrechte vor der Beigeordneten-Wahl

Bei der Wahl eines neuen Beigeordneten ist das Informationsrecht der Mitglieder des Gemeinderats hinreichend gewahrt, wenn diese Einblick in die Bewerbungsunterlagen der letztendlich zur Wahl stehenden Bewerber nehmen konnten. Weitere Einsichtsrechte, etwa in die Unterlagen eines von der Gemeinde eingeschalteten Headhunters, bestehen nicht.

In dem Fall der Wahl des 1. Beigeordneten der Stadt Dormagen, bei welcher der Umfang eben dieses Informationsrechtes der Ratsmitglieder im Streit war, hat nunmehr das Verwaltungsgericht Düsseldorf den Eilantrag dreier SPD-Ratsmitglieder, dem Bürgermeister zu untersagen, die Wahl des Bewerbers Uffelmann zum 1. Beigeordneten zu vollziehen und ihm die Ernennungsurkunde auszuhändigen, abgelehnt. Die Antragsteller hatten geltend gemacht, die Ratsmitglieder seien vor der Wahl nicht ausreichend über das Bewerberfeld informiert worden.

Die hier unter Beauftragung eines privaten Personalberatungsunternehmens erfolgte Ausschreibung der Stelle diene einer zeitnahen Besetzung der Beigeordnetenstelle mit einem möglichst gut geeigneten Kandidaten und sei rechtlich nicht zu beanstanden, entschied das Düsseldorfer Verwaltungsgericht. Für eine ausreichende Information der Ratsmitglieder sei gesorgt worden, indem allen Ratsmitgliedern rechtzeitig die Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Bewerbungsunterlagen der 13 Bewerber geboten worden sei.

Ein von den Antragstellern geltend gemachtes weitergehendes Informationsrecht auf Einsichtnahme in zwischenzeitlich zurückgezogene Bewerbungen und auch in Unterlagen über d…

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Themen: Streit , Gemeinderat , Kommunalverfassung , Beigeordneter
Rechtsgebiet: Verwaltungsrecht

Erschienen 17. Juni 2011 auf http://www.rechtslupe.de.

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