Informant hat angeblich 1,5 Millionen Kundendaten

Berlin (Reuters) - Der Auslöser des Skandals um den illegalen Handel mit Bankdaten hat nach eigenen Angaben noch viel mehr Datensätze als die der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zugespielte CD mit 17.000 Kundendaten.

"Das war nur ein erster Datensatz, tatsächlich habe ich die Adressen und Bankdaten von 1,5 Millionen Kunden gesichert", sagte der 36-jährige Detlef Tiegel dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der als ehemaliger Mitarbeiter eines Lübecker Callcenters vorgestellte Mann schildert in dem Bericht, dass der Geschäftsführer des Unternehmens den Callcenter-Agenten die offenbar illegal beschafften Daten aushändigte samt einer Anweisung, wie sie bei ihren Anrufen vorzugehen hätten. "Ich will, dass solche Machenschaften aufhören, deshalb mache ich sie jetzt öffentlich", sagte Tiegel dem "Spiegel".

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ermittelt wegen des Falles gegen eine Firma aus Viersen. Nach Angaben der Behörde hat inzwischen auch ein Mann bei der Polizei in Hannover eine Aussage zu einem Datendiebstahl gemacht. Diese sei allerdings für die eigenen Ermittlungen nicht von Bedeutung, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.



Quelle: Reuters (16. August 2008)

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Themen: Berlin , Holstein , Informant

Erschienen 16. August 2008 bei http://www.reuters.com.

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