Imagerettung beim T-Mobile-Team
am 16.07.2006 von RA-Blog
Die FAZ berichet, dass Jan Ullrich und Oscar Sevilla, die sich bis Donnerstag gegenüber T-Mobile zu den Doping-Vorwürfen äußern sollten, die Frist haben verstreichen lassen. Nun droht die Kündigung. Der Leiter der Kommunikationsabteilung von T-Mobile, Christian Frommert, erklärte:
“Beide haben uns bei ihrer Abreise am 30. Juni in Straßburg versichert, ihre Unschuld beweisen zu wollen.”
Nachdem im spanischen Doping-Skandal um den Madrider Arzt Eufemiano Fuentes zahlreiche Radprofis unter Doping-Verdacht geraten waren, sollen jetzt auch die Verbindungen von Fahrern zu dem umstrittenen italienischen Mediziner Michele Ferrari, mit dem Patrick Sinkewitz zusammenarbeitet, und dessen Landsmann Luigi Cecchini, mit dem Ullrich zusammengerarbeitet hatte, überprüft werden.
Michele Ferrari ist schon lange auch unter dem Namen “Dottore EPO” bekannt und hat früher Lance Armstrong betreut.
Künftig soll es nicht mehr vorkommen, sagt Frommert, “daß Fahrer zu Trainern rennen, die schlecht beleumundet sind”. Sie sollen möglichst mit Experten im eigenen Rennstall kooperieren.
Sinkewitz demonstriert Gelassenheit und ist offenbar bereit, seine Trainingspläne nicht mehr von Ferrari erstellen zu lassen, sofern T-Mobile darauf besteht:
“Wenn das jetzt Bedingung ist, werde ich das machen, auf jeden Fall.”
T-Mobile hat nun dem Doping den Kampf angesagt. Gespräche mit dem Bund Deutscher Radfahrer stehen bevor, der Internationale Radsportverband soll “ins Boot” geholt werden. T-Mobile will die finanziellen Zuwendungen an die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) erhöhen und den Kontakt ausbauen. Die Doping-Kontrollen sollen verschäft werden, da “mehr durchschlüpfen als hängenbleiben”.
Schon verwunderlich, dass T-Mobile seine Fahrer jahrelang zu schlecht beleumundeten Ärzten hat gehen lassen und den schlechten Ruf erst jetzt bemerkt.
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