Gläubigeranfechtung und Insolvenzverfahren
Rechtslupe | 20. Januar 2010 — Ein Gläubigeranfechtungsprozess wird durch die Eröffnung des vereinfachten In-solvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldner…
Besteht ein mit einer Versorgungszusage unterlegtes Arbeitsverhältnis zu einem Arbeitgeber, über dessen Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wird, sind vor Insolvenzeröffnung erworbene Anwartschaften reine Insolvenzforderungen, die zur Tabelle angemeldet werden müssen. Für gesetzlich unverfallbare Anwartschaften aus einer Direktzusage tritt der Pensionssicherungsverein ein. Besteht das Arbeitsverhältnis nach Insolvenzeröffnung mit Wirkung für die Insolvenzmasse fort, entstehen nach der Eröffnung weitere Anwartschaften zu Lasten der Masse. Diese können – unabhängig von ihrer Höhe – vom Verwalter durch eine Kapitalleistung abgefunden werden, wenn die Betriebstätigkeit vollständig eingestellt und das Unternehmen liquidiert wird (§ 3 Abs. 4 BetrAVG). Dadurch soll der Abschluss des Insolvenzverfahrens beschleunigt werden. Kommt es zu einem Betriebsübergang, hat der Verwalter dieses Recht nicht, wenn das Arbeitsverhältnis auf den Erwerber übergeht. In diesem Fall tritt der Erwerber in die Anwartschaften ein.
Dies entschied jetzt das Bundesarbeitsgericht in dem Fall eines Klägers, der seit 1987 bei der späteren Schuldnerin beschäftigt war. Über deren Vermögen wurde am 1. Oktober 2002 das Insolvenzverfahren eröffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Kläger aufgrund einer einzelvertraglichen Zusage eine unverfallbare Anwartschaft auf eine monatliche Betriebsrente in Höhe von 1.821,40 € erworben. Das Arbeitsverhältnis endete durch Aufhebungsvertrag mit dem 31. Dezember 2004. Mit Wirkung zum 1. Janaur 2005 verkaufte der Insolvenzverwalter den Betrieb. Die Schuldnerin befindet sich in Liquidation. Der Insolvenzverwalter hat die während des Insolvenzverfahrens erworbene Anwartschaft des Klägers abgefunden. Dagegen hat sich der Kläger mit einer auf Zahlung einer monatlichen Betriebsrente in Höhe von 314,51 € gerichteten Klage gewandt. Das Bundesarbeitsgericht hat jedoch – wie zuvor b…
» Vollständiger ArtikelErschienen 5. Januar 2010 auf http://www.rechtslupe.de.
Rechtslupe | 20. Januar 2010 — Ein Gläubigeranfechtungsprozess wird durch die Eröffnung des vereinfachten In-solvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldner…
Rechtslupe | 3. Mai 2010 — Vor Zustellung der Klage kann eine Unterbrechung des Verfahrens durch Insolvenzeröffnung nach § 240 ZPO nicht eintreten. Dies…
fachanwaltsliste.de | 20. Dezember 2009 — Beschluss vom 3. Dezember 2009 IX ZB 247/08 Amtsgerichts Dresden 556 IN 273/02 Beschluss vom 6. Mai 2008 Landgericht Dres…
Rechtslupe | 18. Dezember 2009 — Die Entscheidung über Restschuldbefreiung muss sechs Jahre nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ergehen, auch wenn dieses noc…
Rechtslupe | 18. Dezember 2009 — Die Entscheidung über Restschuldbefreiung muss sechs Jahre nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ergehen, auch wenn dieses noc…
Rechtslupe | 21. Januar 2010 — Nach Eröffnung eines Hauptinsolvenzverfahrens in einem EU-Mitgliedstaat sind die zuständigen Behörden jedes anderen EU-Mitglied…
Rechtslupe | 21. Juli 2009 — Hat in einem Insolvenzverfahren das Beschwerdegericht eine für den Beschwerdeführer unanfechtbare Entscheidung auf die sofortig…
Rechtslupe | 2. September 2011 — Die Mitteilungspflicht nach § 9 Abs. 1 BetrAVG dient dazu, Ansprüche und Anwartschaften nach Eintritt der Insolvenz des Arbei…
Insolvenz-News und Insolvenzberatung | 6. Oktober 2009 — Von der Presse weitgehend unbeachtet, sind über drei Gesellschaften inzwischen die Insolvenzverfahren eröffnet worden – betro…
Rechtslupe | 1. Oktober 2009 — Stehen sich zwei Forderungen wechselseitig gegenüber, muss das Geld nicht hin und her wandern, vielmehr können beide Forderunge…