amnesty international: Im Kongo droht neues Blutvergießen!
Menschenrechte | 1. Oktober 2005 — Vor erneuten blutigen Kämpfen in der Provinz Nord-Kivu der Demokratischen Republik Kongo (DRK) hat amnesty international (ai) gewa…
Demokratische Republik Kongo Trotz eines UN-Waffenembargos wird die Konfliktregion der Großen Seen in Afrika von Rüstungsgütern aus Osteuropa und dem Balkan sowie aus Südafrika, Großbritannien und den USA überschwemmt, wie ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai) nachweist. In der Demokratischen Republik Kongo (DRK), Ruanda und Uganda werden mit diesen Waffen massenhaft schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. ai ruft den UN-Sicherheitsrat dazu auf, das Waffenembargo für die DRK zu erneuern und zu verschärfen sowie strenge Restriktionen gegen jeden Staat zu verhängen, der nachweisbar Waffen in die DRK exportiert. Alle Staaten müssen sicherstellen, dass Verletzungen des UN-Waffenembargos als schwere Straftat verfolgt und alle glaubwürdigen Berichte über illegale Rüstungstransfers untersucht werden. "Millionen von Menschen haben in sieben Jahren Krieg in der DRK bereits ihr Leben verloren", sagte der ai-Rüstungsexperte Mathias John. "Dennoch geht der Verkauf von Munition und Waffen an die kämpfenden Regierungen und Milizen weiter - und damit die Tötungen, Vergewaltigungen und Vertreibungen der Zivilbevölkerung. Wenn die internationale Staatengemeinschaft, die UN und die Nachbarstaaten die Rüstungstransfers nicht unterbinden, wird der 2002 ausgehandelte, ohnehin wackelige Friedensprozess zusammenbrechen, mit katastrophalen Folgen für die Menschenrechte." Zu den Herkunftsländern der Waffen zählen u. a. Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Tschechien, Israel, Russland, Serbien, Südafrika, Großbritannien und die USA. Regierung und Privatfirmen in d…
» Vollständiger ArtikelErschienen 5. Juli 2005 auf http://menschenrechte.blogg.de/.
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