Ideen für 2007: Mahnung und Urteil in Versform
Wir wünschen unseren Lesern für das neue Jahr alles Gute und bedanken uns für all die positiven und auch kritischen Reaktionen auf unser Blog, das in diesem Jahr startete. Als kleines Dankeschön erinnern wir an eine hübsche Entscheidung des Landgerichts Frankfurt. Vielleicht eine Anregung für neue Wege im Forderungsmanagement 2007. Wo doch alles wieder noch teurer wird, kann ein wenig Lyrik möglicherweise die lahmen Textbausteine aufmotzen...: "Es ist in keinem Gesetz verleimt, daß immer ein Urteil sei ungereimt." LG Frankfurt, Urteil vom 17-02-1982 - 2/22 O 495/81 (rechtskräftig) Tatbestand und Entscheidungsgründe Maklerlohn begehrt der Kläger mit der Begründung, daß nach reger Tätigkeit er dem Beklagten Räume nachgewiesen, die behagten. Nach Abschluß eines Mietvertrages habe er seine Rechnung eines Tages dem Beklagten übersandt; der habe darauf nichts eingewandt. Bezahlt jedoch habe der Beklagte nicht. Deshalb habe er an ihn ein Schreiben gericht'. Darin heißt es unter anderem wörtlich (und das ist für die Entscheidung erheblich): „Das Mahnen, Herr, ist eine schwere Kunst! Sie werden's oft am eigenen Leib verspüren. Man will das Geld, doch will man auch die Gunst des werten Kunden nicht verlieren. Allein der Stand der Kasse zwingt uns doch, ein kurz' Gesuch bei Ihnen einzureichen: Sie möchten uns, wenn möglich heute noch, die unten aufgeführte Schuld begleichen." Da der Beklagte nicht zur Sitzung erschien, wurde auf Antrag des Klägers gegen ihn dieses Versäumnisurteil erlassen. Fraglich war nur, wie der Tenor zu fassen. Der Zinsen wegen! Ist zum Eintritt des Verzug' der Wortlaut obigen Schreibens deutlich genug? Oder kommt eine Mahnung nicht in Betracht, wenn ein Gläubiger den Anspruch in Versen geltend macht? Die Kammer jedenfalls stört sich nicht dran und meint, nicht auf die Form, den Inhalt kommt's an. Eine Mahnung bedarf nach ständiger R…
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Erschienen 31. Dezember 2006 auf http://www.lampmann-behn.de/blog/index.html.
Humor am Freitag
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Richter mit nicht nur schriftstellerischen Qualitäten: Urteile in Reimen I – LG Frankfurt vom 17. Februar 1982
Depesche quinta essentia | 22. Februar 2011 — Das Wort ist die „Waffe“ des Juristen. Dass nicht nur Bernhard Schlink schriftstellerische Qualität aufweisen kann, zeigt das…
poetry slam
Im Namen des Volkers | 9. Februar 2009 — Schon lange vor dem Rapetitor gab es reimende Juristen. So hatte sich das LG Frankfurt mit der Frage zu befassen, ob eine…
Elsa-Adventskalender – Tür 16
Rechtler | 16. Dezember 2009 — Urteil des Landgerichts Frankfurt vom 17.02.1982, Az.: 2/22 O 495/81 Maklerlohn begehrt der Kläger mit der Begr…
Gedichtete Mahnung
IT-Recht Kanzlei - Nachrichten | 12. November 2009 — Muss geschäftlicher Schriftverkehr eigentlich immer so spröde formuliert sein? Ist hier gestalterische, ja künstlerische Freihe…
LG Frankfurt, Urteil V. 17.02.1982 - 2/22 O 495/81: Urteil in Versen zu Mahnung in Versen
Jurabilis | 30. Juni 2008 — Auch eine Mahnung in Versen begründet Verzug; der Gläubiger muß nur deutlich genug darin dem Schuldner sagen, das Ausblei…
Die Mahnung
Hol' Dir Dein Recht! | 9. August 2010 — Vor allem in Zeiten wie diesen leiden die Selbständigen unter uns nicht selten unter zahlungsunwilligen oder sogar -fähigen Kunden…
Hoffentlich ist jedem klar – des was jetzt kommt ist werklisch wahr:
Wir können auch anders... | 14. Februar 2010 — Als junger Anwalt, frisch mit Schild der Akten 28, doch gewillt, auch Akte 29 zu beackern. Kam ne Frau zur Tür herein: …
Letzte Mahnung
kanzlei-hoenig.de | 25. November 2006 — Ist auch nach der zweiten Mahnung keine Zahlung eingegangen, kann dann eine dritte Mahnung erfolgen. Die dritte Mahnung wird ge…
Hoffentlich ist jedem klar – des was jetzt kommt ist werklisch wahr:
Schadenfixblog | 25. Februar 2010 — Als junger Anwalt, frisch mit Schild der Akten 28, doch gewillt, auch Akte 29 zu beackern. Kam ne Frau zur Tür herein: …

