Zulassung zur Masterarbeit
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Am Ende wurde es dann doch noch einmal eng. Die Arbeit in der Wahlstation bei der UFA in Potsdam-Babelsberg, die Umstellung an das Leben in einer Großstdt, letztlich auch die (räumliche) Trennung von KariKaro und meinem sonstigen gewohnten sozialen Umfeld waren alles Faktoren, die dazu führten, dass meine Masterarbeit auf dem letzten Drücker mit heißer Nadel gestrickt werden sollte. Der entscheidende Faktor, und schließlich mein großes Eingeständnis, dass die Kondition im Jurastudium sich durchgesetzt hat, war jedoch: so haben wir das immer gemacht. Dabei ist es nicht Wehmut, sondern eher Erleichterung, die bei den aus dem tiefsten Unterbewusstsein heraufziehenden Erinnerungen an die im Jurastudium zu leistenden Hausarbeiten (und den damit verbundenen Nachtsitzungen) mitschwingen. Legendär die Episode, als mein Trauzeuge und Studienkollege PJ mit mir zusammen gemeinsam an einem Thema (großer Schein Strafrecht) saßen: am folgenden Donnerstag nahte unausweichlich der Abgabetermin, worauf wir uns in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erst einmal ein Bier im legendären Mainzer KUZ gegönnt haben. Nachdem die Türsteher der Disse uns dann um drei Uhr Nachts vor die Tür gefegt hatten, blieben uns ja noch 7 Stunden, um bis zum Beginn der Übung die Hausarbeit fertig zu stellen.
Nichts anderes erwartete mich bei den letzten Zügen der Masterarbeit: die fürsorgende Ehefrau hatte sich ob des nahenden Abgabetermins für Sonntagabend in Worms zu einer Aufführung der Nibelungenfestspiele verabredet, und blieb die Nacht auf Montag bei ihren Eltern in Worms. Besser so, denn bis zu meinem Abgabetermin am Montag um 10h hatte ich schon in der Nacht zum Sonntag bis 1h an der Arbeit gesessen. Letztendlich wurde es mit Formatierung, Titel, Literaturverzeichnis und Gliederung in der Nacht zum Montag 2:20h, als ich endlich zwei brauchbare Kopien meiner Arbeit vor mir liegen hatte. Natürlich war ich dann so aufgedreht, dass ich bis 3:20h noch wach gelegen bin, um 5h aus meinen Träumen hochgeschreckt, und um 7h dann ohne die Chance eines nochmaligen Einlullens aufgewacht.
Weiterer Verlauf ist eigentlich nur noch Formsache: um 9h beide Kopien zum Binden zu Copy Komplett in Mainz gebracht, um 9:20h beide Arbeiten bei der Geschäftsführerin des Mainzer Medieninstituts abgegeben, um 10:40h mit KariKaro und einem kleinem Koffer (Boardcase), einer kleinen Tasche, einer Kosmetiktasche ienem Rucksack einer Handtasche, einer Notebooktasche gen Mainz Hbf, um 11h mit dem RegionalExpress nach FFM, um 12:13h ICE nach Berlin Hbf. Dass der Zug eine Panne hatte und 20min vor Kassel regungslos auf den Gleisen lag, bedarf eigentlich nur einer Randnotiz. Hiermit erledigt.
Das Leben hat mich wieder.
Abgabe Masterarbeit: 12 hours, 35 minutes ago Technorati Tags: Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Schmierzettel.NET | 11. Mai 2006 — Nach einigen Irrungen und Wirrungen (dem insgesamt dritten Anlauf) habe ich heute die Zulassung zur Masterarbeit erhalten. In…
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