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Hungersnot in Niger und Nachbarländern findet zu wenig Beachtung

am 04.10.2005 von Menschenrechte

Auszug aus dem Africa-Help-Blog:

Noch im August wiesen unsere Medien auf die Folgen einer Heuschreckenplage vom vorherigen Jahr in Niger hin. Die UNO forderte die Regierungen der Industrieländer auf, 81 Mio. USD Soforthilfe bereitzustellen um eine Katastrophe zu verhindern. Leider konnte diese Forderung nicht ausreichend Beachtung finden.

Dabei wurde schon im letzten Jahr vor einem immer größer werdenden Hunger in Niger gewarnt. („Schwerste Heuschreckenplage seit 15 Jahren“) Schon vor der Heuschreckenplage wiesen Experten darauf hin, dass sich durch das Klima im Sommer 2005 eine große Gefahr für die Ernte anbahnt. Die Brutstätten der Tiere waren bekannt und die Geberländer wurden um Pestizide und Flugzeuge gebeten – auch hier ohne Reaktion. Im Mai 2005 rief die UNO dann zu Spenden auf um eine Ausweitung der Katastrophe zu verhindern, was bei der Weltöffentlichkeit erneut nur wenig Beachtung fand. So konnte sich eine Katastrophe von unglaublichen Ausmaßen entwickeln. Laut der UNO sind 2,5 Menschen in Niger, ein Viertel der Gesamtbevölkerung, vom Hungertod bedroht. Die Heuschrecken fraßen die Ernte in weiten Teilen des Landes auf und machten natürlich auch keinen Stop an den Grenzen zu Nachbarländern wie Mali, Burkina Faso und Mauretanien. Die kirchliche Organisation MISEREOR schätzt daher die Gesamtzahl der betroffenen Menschen in der Region auf 3,5 Millionen.

Während die Medien einen überproportionalen Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit einer vergleichsweise kleinen Katastrophe in den USA(Hurrikansturm „Rita“ bedroht die Südküste der USA) widmen, schwindet den Regierungen der sog. Geberländer das Interesse an wichtigen Transfers zu Verhinderung millionenfachen Sterbens. Von der Öffentlichkeit ganz zu schweigen, welche …

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