Horror-Erlebnis auf dem Weg zur Arbeit

Auf dem Weg zur Arbeit erlebte eine 17-jährige Auszubildende am 16. Juni in Würzburg ein Horrorszenario: Die junge Frau wurde am frühen Morgen ivon einem betrunkenen Mann überfallen, bedroht und in eine Seitenstraße gezerrt. Der 35-jährige Schausteller muss sich derzeit wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter sexueller Nötigung vor dem Würzburger Amtsgericht verantworten.

„Die Sache tut mir sehr leid. Ich weiß von der Tat nicht mehr viel“, behauptete der Angeklagte vor Gericht. Über 2,5 Promille Alkohol hatte der Schausteller im Blut, als er nach durchzechter Nacht gegen fünf Uhr morgens durch die Würzburger Innenstadt lief. Wie er dorthin gekommen ist, was er zuvor getan hat, was er von der Auszubildenden wollte – an all das kann sich der 35-Jährige nach eigenen Angaben nicht mehr erinnern. Dafür erinnert sich die 17-Jährige, die an diesem Morgen auf dem Weg zum Bahnhof war, um an ihre Ausbildungsstelle zu fahren, noch sehr genau. „Ich dachte, er will mich vergewaltigen und umbringen“, sagte sie unter Tränen im Zeugenstand.

Der Mann mit dem schwarzen T-Shirt und der schwarzen Baseballmütze war ihr vorher auf der anderen Straßenseite aufgefallen. Kurz vor dem Corso-Kino in der Kaiserstraße packte der Angeklagte die 17-Jährige plötzlich von hinten und hielt ihr einen spitzen Gegenstand an den Hals. „Bleib ruhig und komm mit“, sagte der Täter. Die Auszubildende setzte sich zur Wehr, schlug seinen Arm weg, schrie um Hilfe. „Wenn du noch einmal schreist, steche ich dich ab“, sagte ihr daraufhin der Mann und zog sie in eine Seitenstraße in Richtung einer dunklen Hofeinfahrt.

Erst in der Seitenstraße erkannte die Jugendliche, dass das, was sie für ein Messer gehalten hatte, nur ein Schlüssel war. Wieder schrie sie um Hilfe, dann hatte sie Glück im Unglück: Der Angreifer stolperte und fiel hin, sie konnte sich dadurch befreien und Richtung Kaiserstraße davonlaufen. Dort stand bereits ein Zeuge, der auf ihre Hilferufe aufmerksam geworden war. Bis auf eine Abschürfung am Hals wurde die 17-Jährige körperlich nicht verletzt. Dass sie aber auch Monate später noch stark unter dem Erlebten leidet, war vor Gericht offensichtlich.

Dem Angeklagten beeindruckte der Zustand der jungen Frau nicht. Erst auf Aufforderung seines Verteidigers entschuldigte er sich…

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Themen: Horror

Erschienen 12. Dezember 2007 auf http://www.woetzel-online.info/.

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