Hofbräu-Verkauf vor dem Würzburger Landgericht: Kulmbacher verklagt August von Finck

Der Verkauf der Würzburger Hofbräu AG an die Kulmbacher Brauerei vor knapp vier Jahren hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel vor einer Zivilkammer des Würzburger Landgerichts. Wie die Pressesprecherin des Gerichts auf Anfrage bestätigte, fordert die Kulmbacher rund fünf Millionen Euro Schadensersatz vom früheren Hofbräu-Mehrheitsaktionär August von Finck. „Es gibt aber auch eine Wiederklage über drei Millionen Euro“, sagte Richterin Helga Müller im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Klage ist noch nicht zur Verhandlung zugelassen, derzeit kümmert sich eine Mediatorin des Landgerichts um eine gütliche Einigung. Laut Pressesprecherin Helga Müller wirft die Kulmbacher Brauerei dem ehemaligen Hauptaktionär, dem 78-jährigen Bankier August von Finck, vor, beim Verkauf seiner 90,7 Prozent der Hofbräu-Aktien Anfang 2003 falsche Angaben gemacht zu haben. Unter anderem soll von Finck falsche Bilanzen vorgelegt und laut Müller „eindeutige Garantieverletzungen“ begangen haben.

Auch sollen nach dem Vorbringen der Kläger vor dem Verkauf der Würzburger Traditionsbrauerei Umweltschäden in Höhe von einer Million Euro verschwiegen sowie Verlustrückstellungen und Abschreibungen unterlassen worden sein. Die Kläger sprechen offenbar von bis zu acht …

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Themen: Landgericht , Brauerei
Rechtsgebiet: Markenrecht

Erschienen 1. Januar 2009 auf http://www.woetzel-online.info/.

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