Hat HIV-positiver Afrikaner ein Kind missbraucht?
schreibmaschine | 20. März 2007 — Einem 38 Jahre alten Kenianer, der von der kleinen Zeitung mit den vier großen Buchstaben fälschlicherweise als "Aids-Mann" bezeic…
Geht es nach dem Willen der Staatsanwaltschaft, dann muss ein 38-jähriger Kenianer wegen versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung für sehr lange Zeit hinter Gitter: Im Prozess um die Ansteckung mehrerer Frauen mit dem HI-Virus hat Oberstaatsanwalt Thomas Bellay am Donnerstag 8 Jahre Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung für den Angeklagten gefordert.
Bellay geht davon aus, dass der HIV-positive Discjockey seit Herbst 1999 mit mindestens sechs Frauen ohne Kondom geschlafen hat, ohne sie über seine Krankheit zu informieren. In einem weiteren Fall beantragte er Freispruch: Vor Gericht hatte sich herausgestellt, dass eine Frau zum angeklagten Zeitpunkt bereits über die HIV-Infektion und die Gefahren des ungeschützten Geschlechtsverkehrs aufgeklärt worden war.
Dem Afrikaner sei die Verpflichtung, seine Intimpartner aufzuklären, völlig gleichgültig. Deshalb sei er für die Allgemeinheit gefährlich, betonte Bellay: Ich habe bei ihm keine Regung, keine Reue, keine Schuldeinsicht gesehen. Aus seinem Heimatland wisse der Angeklagte, dass Aids tödlich ist. Er habe in einem Teil der angeklagten Fälle mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt. Im Jahr 2002 hatte der Afrikaner im Streit mit einer Freundin angekündigt, alle deutschen Frauen mit dem Aids-Erreger anstecken zu wollen.
Rechtsanwältin Angelika Vöth, die eines der beiden HIV-positiven Opfer des Mannes vertritt, verurteilte sein Verhalten als absolut gewissenlos. Der 38-Jährige habe seine HIV-Infektion planmäßig verschleiert. Ihre Mandantin erwarte beim Strafmaß ein deutliches Signal, so Vöth.
Verteidiger Dr. Hanjo Schrepfer forderte 3 Jahre und 6 Monate Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie einen Freispruch in zwei Fällen. Fünf der sieben Opfer haben auch nach Kenntnis der HIV-Infektion weiter ungeschützt mit dem 38-Jährigen geschlafen.
Das sei für die Strafzumessung von entscheidender Bedeutung: Die Frauen haben ihn darin bestärkt, dass sein Verhalten in Ordnung war, betonte Schrepfer. Erst jetzt habe der Kenianer verstanden, was er falsch gemacht hat, eine Wiederholungsgefahr sei ausgeschlossen. Das Schwurgericht will das Urteil am 17. Januar verkünden.
Erschienen 12. Januar 2007 auf http://www.woetzel-online.info/.
schreibmaschine | 20. März 2007 — Einem 38 Jahre alten Kenianer, der von der kleinen Zeitung mit den vier großen Buchstaben fälschlicherweise als "Aids-Mann" bezeic…
schreibmaschine | 18. Januar 2007 — Keine Sicherungsverwahrung für einen HIV-positiven Kenianer: Das Würzburger Landgericht hat den 38-Jährigen am Mittwoch wegen…
schreibmaschine | 18. Januar 2007 — Keine Sicherungsverwahrung für einen HIV-positiven Kenianer: Das Würzburger Landgericht hat den 38-Jährigen am Mittwoch wegen …
schreibmaschine | 10. Januar 2007 — Am dritten Verhandlungstag im HIV-Prozess vor dem Würzburger Landgericht hat sich der Verdacht bestätigt, dass der Angeklagte z…
schreibmaschine | 17. Januar 2007 — Im Prozess um die Ansteckung mehrerer Frauen mit dem HI-Virus will die Schwurgerichtskammer des Würzburger Landgerichts heute…
schreibmaschine | 21. Dezember 2006 — Die Staatsanwaltschaft legt ihm versuchten Totschlag in sieben und gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen zur Last: Zum Au…
schreibmaschine | 16. Juli 2009 — Dass er ein 13-jähriges Mädchen missbraucht und vergewaltigt haben soll, bestreitet ein 41-jähriger Kenianer im Prozess vor d…
schreibmaschine | 19. Dezember 2006 — Weil er versucht haben soll, mindestens sieben Frauen im Alter von 16 bis 24 Jahren absichtlich mit HIV anzustecken, muss sic…
schreibmaschine | 22. Dezember 2006 — Im Prozess gegen einen 38-jährigen Kenianer wegen versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung ist möglicherweise ein…
schreibmaschine | 24. Juli 2009 — Gut die Hälfte hat er bereits abgesessen: Zu einer Gesamtstrafe von acht Jahren Gefängnis wegen schweren sexuellen Missbrauchs …