Heros-Pleite: Geständnis zum Prozessauftakt

Auf vorerst 30 Verhandlungstage hat das Landgericht Hildesheim den Strafprozess gegen den Heros-Firmengründer Karl-Heinz Weis und mehrere Mitangeklagte angesetzt. Das vormals größte deutsche Geldtransportunternehmen war im Februar dieses Jahres unter einer Schuldenlast von mindestens 400 Millionen Euro zusammengebrochen. Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG berichtet, hat Weis am heutigen ersten Verhandlungstag ein umfangreiches Geständnis abgelegt und eingeräumt, über Jahre hinweg die Expansion seiner Firma durch die Veruntreuung von Kundengeldern finanziert zu haben. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden habe Heros im Rahmen eines Schneeballsystems mit neu hereinkommenden Kundengeldern ausgeglichen. Zu dem Vorwurf, er habe zweistellige Millionenbeträge für private Zwecke seiner Familie abgezweigt, äußerte sich Weis anderen Presseberichten zufolge zunächst nicht. Weis und 3 mitangeklagten Hauptverdächtigen werden in der Anklage 282 Taten mit einem Gesamtschaden von ca. 250 Millionen Euro zur Last gelegt. Zuletzt sollen pro Tag bis zu 5 Millionen Euro veruntreut worden sein. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Heros

Erschienen 28. November 2006 auf http://www.strafblog.de.

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