Alle Blogs » Heike geht spazieren - Keine schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung

Heike geht spazieren - Keine schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung

am 13.05.2008 von blog ::: medienrecht-informationen

Die Veröffentlichung von Fotos, die sie bei einem Spaziergang mit ihrer Tochter zeigen, muss die Schauspielerin Heike Makatsch nicht dulden. Eine Geldentschädigung kann sie dafür nach zwei aktuellen Entscheidungen des Landgerichts München I (Az.: 9 O 22942/07 und 9 O 23075/07) jedoch nicht verlangen. Es fehle an der schweren Persönlichkeitsrechtsverletzung, die Voraussetzung für den Anspruch auf eine Geldentschädigung sei.
Zwar werden an die gesetzlich nicht geregelte Geldentschädigung gerade bei Bildnisveröffentlichungen geringe Anforderungen gestellt, weil keine anderen Abwehrmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Doch die Richter stellten fest:
Durch die Fotos werde weder der Kernbereich der Persönlichkeitsrechte von Mutter und Kind (etwa ihr Intimbereich) berührt, noch würden die beiden in einen negativen Kontext gerückt. Die Aufnahmesituation greife auch nicht in einen erkennbar privaten oder gar nach außen hin abgegrenzten Bereich wie Wohnung oder Garten ein. Vielmehr erschöpften sich die Aufnahmen darin, Mutter und Kind auf einem Spaziergang in ihrem Wohnort zu zeigen.
“Würde man anders entscheiden, so würde letztlich jede einwilligungslose Bildnisveröffentlichung mit einer Geldentschädigung sanktioniert. Dies war und ist vom Gesetzgeber …

Landgericht München I : Nicht jede einwilligungslose Bildveröffentlichung führt zur Geldentschädigung - Keine Entschädigung für Heike Makatsch und Tochter

MEDIEN INTERNET und RECHT / LG München I, Urteile vom 07.05.2008 - Az. Az. 9 O 22942/07 und 9 O 23075/07; nrk Nach zwei heute verkündeten Urteilen der 9. Zivilkammer des Landgerichts München I erhält weder die Schauspielerin Heike Makatsch, noch ihr Kind eine Entschädi…

Keine Entschädigung für Heike Makatsch

Heimspiel / Pressemitteilung des LG München I vom 07.05.2008: Nach zwei heute verkündeten Urteilen der 9. Zivilkammer des Landgerichts München I erhält weder die Schauspielerin Heike Makatsch, noch ihr Kind eine Entschädigung für Veröffentlichungen von Pa…

Keine Entschädigung für Heike Makatsch

Handakte WebLAWg / Heike Makatsch hatte gestern selbst und für ihre kleine Tochter vom Heinrich Bauer Verlag eine Geldentschädigung von insgesamt € 35.000,00 verlangt, weil dieser im März 2007 Fotos veröffentlicht hatte, auf denen die Schauspielerin mit ihrem wen…

Paparazzi-Fotos – keine Geldentschädigung für Heike Makatsch

Prof. Dr. jur. Dieter Nennen / Nach den Vorschriften des BGB kann wegen eines Schadens, der nicht in Geld messbar ist (wie etwa bei einem zerstörten Fahrrad), eine Entschädigung in Geld nur in den gesetzlich festgelegten Fällen gefordert werden. Eine solche gesetzliche Vorschri…

LG München I: Keine Entschädigung für Heike Makatsch wg. Paparazzi-Fotos

Kanzlei Dr. Bahr: Recht der Neuen Medien / Nach zwei heute verkündeten Urteilen der 9. Zivilkammer des Landgerichts München I erhält weder die Schauspielerin Heike Makatsch, noch ihr Kind eine Entschädigung für Veröffentlichungen von Paparazzi-Fotos in Zeitschriften des Heinrich Bauer V…

Nicht jede negative Presseberichterstattung begründet einen Schmerzensgeldanspruch

JuracityBlog / Das OLG Karlsruhe hat in seinem Urteil vom 07.04.2006 (AZ.: 14 U 134/05) entschieden, dass einem Rechtsanwalt, über den in der Presse wegen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen seinen Sozius berichtet worden war, ein Anspruch auf Schmerze…

Privatsender zur Zahlung von Schmerzensgeld wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts verurteilt

JuracityBlog / Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat mit seinem Urteil vom 26.05.2006 (gerichtliches Aktenzeichen: 14 U 27/05) einer Mutter und ihrer Tochter einen Schmerzensgeldanspruch gegen einen Privatsender wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechtes zu…

Privatsender zur Zahlung von Schmerzensgeld wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts verurteilt

JuracityBlog / Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat mit seinem Urteil vom 26.05.2006 (gerichtliches Aktenzeichen: 14 U 27/05) einer Mutter und ihrer Tochter einen Schmerzensgeldanspruch gegen einen Privatsender wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechtes zu…

Das Persönlichkeitsrecht und das Schmerzensgeld

Wissenswertes, Interessantes und Kurioses aus Justiz und Alltag / Zwar hat das BVerfG einst festgestellt, dass das Persönlichkeitsrecht nicht mit dem Tode endet. Jedoch sagt der BGH mit seiner heute veröffentlichten Entscheidung, dass Schmerzensgeld wegen erlittener Persönlichkeitsverletzungen nur ei…

Bundesgerichtshof : Keine vorbeugende Unterlassungsklage gegen künftige Bildveröffentlichungen

MEDIEN INTERNET und RECHT / BGH, Urteile vom 13.11.2007 – Az. VI ZR 265/06 und Az. VI ZR 269/06 - Vorinstanzen: LG Berlin – Entscheidungen vom 22.11.2005 – Az. 27 O 812/05 und Az. 27 O 782/05 KG Berlin – Entscheidungen vom 6.11.2006 – Az. 10 U 282/05 und Az. 10 U 6/06 &…

» Suche in den JuraBlogs

Der Autor und sein Blog

Thomas Hellwege

Aktuelles und Wissenswertes zum Recht der Medien

» blog ::: medienrecht-informationen

» Aktuell in den Lawblogs

» Top-Meldungen

» TOP-Meldungen per E-Mail

Infos zum kostenlosen Service »