Hausdurchsuchung bei einem Blogger nach indirekter Verlinkung von Sperrliste auf wikileaks - BVerfG nimmt Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung an

Die Verfassungsbeschwerde gegen eine vor einem Jahr auch hier im Blog kritisch bewertete und intensiv diskutierte Hausdurchsuchung nach § 102 StPO bei einem Blogger (Diskussionsgegenstand war die enstpr. Entscheidung des LG Karlsruhe), ist vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen worden (hier der Bericht auf gulli.com). Eine Begründung wurde nicht gegeben. Nun lässt sich spekulieren (hier z.B. die Diskussion bei Blog Fürst), welcher Gedanke der Nichtannahme zugrunde lag, aber dies ist - angesichts einer Misserfolgsquote von über 95 % bei Verfassungsbeschwerden wiederum recht müßig. Auch nach meiner Einschätzung, die allein auf den veröffentlichten Fakten beruht, erschien eine Hausdurchsuchung bloß aufgrund des Linksetzens in einem Blog kaum verhältnismäßig und auch die Begründung des LG Karlsruhe, die zusätzlich auf den Besitztatbestand des § 184b Abs.4 StGB abhob, erschien wenig schlüssig (hier meine damalige Kritik).

Ich hatte allerdings damals schon angemerkt, dass es sich bei der Durchsuchungsentscheidung keineswegs um eine Leitentscheidung handelt, der man entnehmen könne, dass man künftig eine indirekte Verlinkung nur unter Inkaufnahme einer Hausdurchsuchung riskieren könne - die bloße äquivalente Kausalität reicht dafür nicht aus; auch das LG Karlsruhe…

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Themen: Durchsuchung , Verfassungsbeschwerde , Besitz , Kinderpornografie , Materielles Strafrecht , Blogger , Hyperlink , Kriminologie , Strafverfahrensrecht , Kinderpornographie , Hausdurchsuchung , § 184b Stgb

Erschienen 9. April 2010 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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Blog Fürst » Entscheidung zur “Link-Link-Hausdurchsuchung”

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