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Hasen-Darstellerin muss 200 Euro Buße zahlen

am 27.09.2008 von http://www.woetzel-online.info/

Noch einmal musste sich der Würzburger Strafrichter Thomas Behl am Montag mit einer umstrittenen Aktion der Straßentheatergruppe „Maulauf“ an der Universität beschäftigen. Wie mehrfach berichtet, hatten die Aktionskünstlerin Heike Pauline Grauf und ihre Mitstreiter am 24. Oktober 2006 an der Universität Würzburg ein Flugblatt verteilt, von dessen Inhalt sich Uni-Präsident Professor Axel Haase beleidigt fühlte. Weil sie bei diesem Protest gegen Tierversuche die Grenzen der Kunst- und Meinungsfreiheit überschritten haben, wurden Grauf und zwei weitere „Maulauf“-Mitglieder zu Geldstrafen verurteilt. Kürzlich stand eine vierte Tierschutz-Aktivistin wegen derselben Aktion vor Gericht. Die 39-jährige Hartz-IV-Empfängerin trat bei der Aktion als Versuchshase auf, ihre Mitstreiterinnen hatten Arztkittel an. Damit statteten sie den Hörsälen in der Neuen Universität einen Besuch ab und drangen am Ende in das Vorzimmer des Uni-Präsidenten ein. Dort trug Grauf den Flugblatt-Text mit Hilfe eines Megafons vor. Darin wird Haase als vermeintlich Verantwortlicher für Tierversuche an der Uni unter anderem als „gewinn-manipulierter Versuchshase“ verunglimpft. Diese und andere scharfe Formulierungen hält „Maulauf“ für Satire, das Amtsgericht in Person von Strafrichter Thomas Behl ist anderer Auffassung. Die Protestaktion war nicht mehr von der im Grundgesetz garantierten Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt gewesen, entschied Behl. Grauf lehnte damals eine Einstellung des Verfahrens gegen eine geringe Geldauflage ab …

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» Auch nach erfolgreicher Revision keine Strafaussetzung zur Bewährung

» Die Qualität stimmt, die Menge nicht

» Spessart-Rebell fehlt unentschuldigt vor Gericht - Berufung verworfen

» Strafaktion gegen vermeintlichen Pädophilen geriet zum Raubüberfall

» 200 Euro Schweigegeld gefordert


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Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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